Darmkrebs in der Familie erhöht Ihr eigenes Risiko deutlich
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Darmkrebs
vom 8. Oktober 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Herr Wolfgang P. hat diese Frage:
Ich habe gehört, dass jeder dritte Darmkrebs erblich bedingt sein soll. Stimmt das tatsächlich?
Lieber Wolfgang,
es gibt im Grunde drei Entstehungsgründe für Darmkrebs:
- den zufälligen Darmkrebs, er tritt bei 75 % der Betroffenen auf
- den familiär bedingten, durch ein erhöhtes familiäres Risiko (20 % aller Darmkrebsfälle sind ihm zuzurechnen)
- den genetischen Darmkrebs, der eben erblich bedingt ist, er betrifft ein bis 5 % aller Erkrankten.
Der erbliche Darmkrebs ist verbunden mit einer generell erhöhten Neigung zur Krebsbildung im gesamten Körper.
Es kommt viel häufiger zu den Tumoren, die familiär bedingt sind. Das bedeutet: Hat jemand in Ihrer Familie, ein leiblicher Verwandter, Darmkrebs, steigt Ihr Erkrankungsrisiko auf das Doppelte an. Daher sollten Sie sich in so einem Fall schon früh selbst regelmäßig untersuchen lassen.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner