Darmdivertikel sind meist hausgemacht
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Darmdivertikel
vom 29. August 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Die Ausbildung von Divertikeln können Sie vermeiden, indem Sie sich ausgewogen, frisch und vor allem ballaststoffreich ernähren. Dies ist zugleich auch die wichtigste unterstützende Maßnahme der Behandlung von bereits vorhandenen Darmdivertikeln. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Aufgrund ihrer Quellfähigkeit bewirken sie ein früheres Sättigungsgefühl und fördern eine schnellere Passage des Speisebreis durch den Dickdarm.
Darüber hinaus wird den Ballaststoffen noch eine Reihe weiterer gesundheitsfördernder Wirkungen zugeschrieben:
- sie vermindern das Krebsrisiko
- regulieren den Blutzuckerspiegel
- senken den Cholesterinspiegel
- stimulieren das Immunsystem
Menschen mit einem hohen Verzehr an Ballaststoffen erkranken deutlich seltener an Darmerkrankungen wie zum Beispiel Darmkrebs. Dies erklärt man dadurch, dass die Ballaststoffe durch die Erhöhung des Stuhlgewichts die Konzentration an möglicherweise Krebs erregenden Stoffen vermindern und dafür sorgen, dass sie schneller aus dem Darm geschoben werden.