Chronische Verstopfung schwächt Ihr Immunsystem
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 25. März 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Hinter Verstopfung steckt meist eine ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel. Womöglich kommt noch Stress hinzu. Aus dem Gefühl heraus, immer in Eile zu sein, unterdrücken viele Menschen - insbesondere Frauen - den natürlichen Reflex zur Darmentleerung oder nehmen sich morgens nicht genügend Zeit für die Toilette.
Verstopfung, die länger als drei Monate anhält, gilt als chronisch. Hierbei ändert sich die Besiedlung des Darms, unerwünschte Keime vermehren sich zu stark. Dadurch wird das Abwehrsystem in Alarmbereitschaft versetzt. Die Abwehrleistung der weißen Blutkörperchen wird geschwächt - so Studienergebnisse des Staatlichen Forschungsinstitutes für Dickdarmerkrankungen in Moskau. Kommen zusätzlich zur Verstopfung noch Virus- oder bakterielle Infektionen oder auch eine Pilzbesiedlung im Darm hinzu, kann sich das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Entzündungen erhöhen.
Darmprobleme können sich auf vielfältige Weise auswirken. Sie äußern sich nicht nur in Verstopfung, sondern auch in Blähungen, Völlegefühl oder Darmkrämpfen. Wenn der Stuhl zu lange im Darm verbleibt, kann es zu einer Art Selbstvergiftung des Körpers kommen, denn unter Umständen wird ein Teil der schädlichen Abbauprodukte des Stoffwechsels durch die Darmwand wieder in den Körper aufgenommen.