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Chronisches Erschöpfungssyndrom kann vererbt werden

Haben Sie schon einmal vom chronic fatigue Syndrome (CFS) gehört? – Wenn zum Beispiel ein Elternteil darunter leidet, bestimmt. Und dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob ein solches chronisches Erschöpfungssyndrom, wie es auf Deutsch genannt wird, auch vererbt werden kann.

Chronisches Erschöpfungssyndrom – wahrscheinlich vererbbar

Es gibt Forschungsergebnisse, die darauf hinweisen. Das chronische Erschöpfungssyndrom (die übliche Abkürzung CFS, chronic fatigue Syndrome, stammt aus dem Englischen) kennen wir seit den 80er Jahren. CFS zeigt sich durch verschiedene Symptome. Müdigkeit und Schlafstörungen gehören genau so dazu wie Konzentrationsschwäche, Erinnerungsprobleme oder Schmerzen. Wie viele Menschen in Deutschland betroffen sind, ist schwer zu sagen; wir wissen aber, dass rund 1.000.000 unter CFS leiden.

Um das chronische Erschöpfungssyndrom genauer zu untersuchen, führten Wissenschaftler des Center of Disease Control in Atlanta, USA, jetzt eine Studie durch. 227 Patienten, die unter CFS leiden, wurden hier untersucht. Dabei betrachteten die Wissenschaftler auch, wie sich mehr als 2.000 Gene verhielten – Ziel war es eigentlich, zu entdecken, welche Faktoren CFS auslösen.

Sie entdeckten, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen bestimmten Genen und CFS gibt. Bei den betroffenen Menschen gibt die Genzusammensetzung vor, wie der Körper zum Beispiel auf Stress, Verletzungen oder Infektionen reagiert, so der leitende Wissenschaftler. Da wir unsere Gene je zur Hälfte vom Vater und zur Hälfte von der Mutter erhalten, gehen die Forscher jetzt davon aus, dass das CFS durchaus vererbt werden kann.

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