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Chronische Erkrankungen: Wie Ihre Immunabwehr „schlafende“ Viren besiegen kann

von Inga-Maria Riechberg

Was Naturärzte schon lange vermuten, bestätigen jetzt schulmedizinische Forscher: Bei etlichen chronischen Erkrankungen wie z. B. der Multiplen Sklerose, Rheuma und Allergien spielen „schlafende“ Viren eine wichtige Rolle. Lesen Sie hier, welche Viren nach einer akuten Infektion im Körper weiterleben können und welche biologischen Verfahren Ihre Immunabwehr so stärken, dass sie diese Erreger endgültig besiegt.

„Schlafende“ Viren sind keineswegs untätig

Viren, die sich nach einer akuten Infektion im Körper einnisten, werden oft als „schlafende“ oder „inaktive“ Viren bezeichnet. Treffender ist jedoch der Begriff „slow virus“, zu Deutsch „langsames Virus“, da die Erreger ja nicht wirklich schlafen, sondern ständig von der Immunabwehr in Schach gehalten werden. Doch das geht auf Dauer nicht gut: Zum einen beansprucht die beständige Kontrolle die Immunabwehr so stark, dass sie für die Bekämpfung anderer Erreger nicht mehr zur Verfügung steht. Eine chronische Infektanfälligkeit kann die Folge sein. Zum anderen kann es zu Fehlleistungen der Abwehrzellen kommen: Sie unterscheiden dann nicht mehr zwischen dem Fremdeiweiß des Virus und dem körpereigenen Eiweiß und greifen körpereigenes Gewebe an. Die Medizin spricht dann von Autoimmunerkrankungen.

An diesen Erkrankungen können versteckte Viren beteiligt sein:

  • Multiple Sklerose
  • Gelenk- und Weichteilrheuma
  • chronische Entzündungen
  • Krebs
  • chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Allergien
  • evtl. Alzheimer Krankheit
  • evtl. Parkinson-Krankheit

Die bekannteste Erkrankung infolge einer versteckten Virusinfektion ist die Gürtelrose (Herpes zoster),

die durch das Windpockenvirus verursacht wird. Ob dieses Virus weitere Schäden anrichtet, ist derzeit nicht bekannt.

Zahlreiche Viren überleben im Verborgenen

Langfristige Schäden sind dagegen für das ebenfalls weit verbreitete Epstein-Barr-Virus (EBV) belegt, den Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Allerdings verläuft die Erstinfektion mit dem Virus sehr häufig symptomlos, sodass die Betroffenen nichts von ihrer Infektion bemerken. Ca. 90 % der erwachsenen Bevölkerung in Industriestaaten haben Antikörper gegen EBV im Blut. Doch das Virus ist damit nicht besiegt. Wie der Neurologe Dr. Klaus-Peter Wandinger von der Universität Lübeck in einer ersten Studie im Jahr 2000 an 108 Multiple-Sklerose-Patienten zweifelsfrei nachwies, kann sich das Virus nach langer Ruhezeit bei einer akuten Immunschwächung im Körper wieder vermehren. So stellte der Forscher fest, dass die EBVAktivität während eines akuten MS-Schubs erhöht ist und damit zumindest die Erkrankung beschleunigen, wenn nicht gar auslösen kann. Die Lübecker Ergebnisse wurden durch eine Untersuchung der Blutproben von 83 US-Soldaten aus den 80er und 90er Jahren bestätigt, die später an Multipler Sklerose erkrankt waren, wie die Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association JAMA)im Herbst 2003 berichtete.

Der Schlüssel zur Therapie: eine Umstimmung der Immunabwehr

Bei Verdacht auf eine chronische Virusbelastung sollten Sie einen erfahrenen Therapeuten für biologische Medizin aufsuchen. Nach einer ausführlichen Anamnese und speziellen Blutuntersuchungen wird er Ihnen eine ganz auf Ihren Fall zugeschnittene Immuntherapie verordnen, die auf den drei Säulen Ernährungsumstellung, Lösung von Immunblockaden und Umstimmung der Immunabwehr beruht. Konnte das schuldige Virus“ identifiziert werden was keineswegs immer möglich ist – kommen auch Nosoden (hoch verdünnte homöopathische Zubereitungen aus den jeweiligen Erregern) zur gezielten Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte zum Einsatz. Die Behandlung einer chronischen Virenbelastung erfordert viel Zeit und Geduld. Doch halten Sie durch: Erfahrungsgemäß geht es nach sechs Monaten langsam, aber stetig bergauf!

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