Cholerischer Chef? Ohren auf Durchzug!
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 7. September 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Zoff im Job - das gehört wohl zum Arbeitsleben dazu. Doch je nach Charakter der Beteiligten kann so eine Uneinigkeit oder ein Streit sehr unterschiedlich ausfallen. Am unangenehmsten sind meist Auseinandersetzungen mit dem Chef. Gerade jetzt in den Zeiten der Krise fühlt man sich dabei besonders unsicher. Sie können jedoch einiges dafür tun, dass der Streit nicht eskaliert.
Wenn Sie bemerken, dass etwas zwischen Ihnen schwelt, werden Sie aktiv und bitten Sie Ihren Chef um einen Termin. Sprechen Sie dann das Thema von sich aus an und signalisieren Sie dabei unbedingt, dass Sie freundlich gesonnen sind, damit der große Manitu sich nicht in die Ecke gedrängt fühlt. Versuchen Sie, so sachlich wie möglich zu sein.
Wenn Ihr Chef als Choleriker bekannt ist, sollten Sie gewappnet sein. Rechnen Sie einfach damit, dass er einen Tobsuchtsanfall bekommt, dann sind Sie nicht überrascht, wenn es wirklich passiert. Schalten Sie Ihre Ohren auf Durchzug und gehen Sie nicht auf Einzelheiten ein, die im Zorn gesagt werden. Warten Sie ab, bis der Boss sich wieder beruhigt hat. Auf jeden Fall sollten Sie es sich verkneifen, ihn ebenfalls zu attackieren.
Sind seine Vorwürfe berechtigt, sollten Sie dies akzeptieren. Sind sie aus der Luft gegriffen, sollten Sie höflich, aber hartnäckig nachfragen. Kann der Chef seine Kritik beweisen? Überhaupt ist Fragen eine gute Taktik im Umgang mit Streithähnen. Sie müssen sich dann erklären. Kann der Chef sich nicht beruhigen, sollten Sie um eine Auszeit bitten und das Gespräch vertagen.