Plastische Chirurgie: Was Sie über Botox wissen sollten
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Plastische Chirurgie
Botox ist einer der beliebteste Faltenkiller rund um Augen, Nase und Mund. Seine Wirkung beruht darauf, dass er die Nerven der Faltenpartie lähmt. Die neuesten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Falten bei sachgerechter Anwendung sogar dauerhaft weniger werden können.
GNL5223
Was Sie von Botox erwarten können
Botulinum Toxin A ist ein Abkömmling des Nervengifts Botulinum Toxin, das von Bakterien erzeugt wird. Das in der Schönheitschirurgie eingesetzte Botox ist jedoch die harmlosere Variante,da nur einzelne Eiweiße des ursprünglichen Giftes in hoch gereinigter Form und extremer Verdünnung enthalten sind. Das Nervengift lässt die Muskeln erschlaffen.
Winzigste Mengen – gereinigt und verdünnt – werden schon seit vielen Jahren in der Medizin erfolgreich gegen Schielen, Schiefhals, Zähneknirschen, Lidkrämpfe, Blasenentleerungsstörungen und übermäßiges Schwitzen eingesetzt. Botox bremst beispielsweise den Nervenimpuls, der für das Schwitzen zuständig ist. Bei manchen hilft Botox auch gegen Migräne und Spannungskopfschmerzen. Als Nebenwirkung verschwandenwie die Mediziner dabei beobachtetenauch Falten und Krähenfüße.
Die amerikanische Überwachungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) erteilte dem Präparat Botox nach langem Hin und Her am 15. April 2002 die offizielle Zulassung für den Einsatz in der Schönheitschirurgie. In Deutschland wurde bislang noch kein Antrag auf Zulassung für seinen Einsatz in der Schönheitschirurgie gestellt. Womöglich weil sich der Einsatz von Botox in der Grauzone zwischen Medizin und Kosmetik abspielt und die Zuständigkeiten der Überwachungsbehörden deshalb nicht geklärt sind. Allerdings darf ein Arzt Ihnen Botox verschreiben, denn es ist für viele neurologische Leiden und Muskelkrankheiten auch in Deutschland zugelassen. Wer sich hier zu Lande Botox gegen Falten spritzen lässt, tut dies dennoch auf eigenes Risiko. Das wird in aller Regel auch vorher schriftlich vereinbart.
So funktioniert die Behandlung mit Botox
Der Stoff wird unmittelbar unter die Haut an der so genannten motorischen Endplatte, der Verbindungsstelle zwischen Nerv und Muskel, injiziert. Und zwar ganz gezielt in jene Gesichtsmuskeln, die man aus Gewohnheit – etwa beim Lachen oder wenn man sauer ist – zusammenzieht. Deshalb fältelt sich ja dort auch die Haut in unliebsamer Weise. Durch das Gift wird die motorische Endplatte blockiert. Der Nerv kann den Befehl zum Zusammenziehen nicht mehr an den Muskel weitergeben. Denn der Muskel ist nun gelähmt. Die darüber liegende Haut entspannt sich, bleibt aber auch reglos, die Falten verschwinden.
Die Behandlung mit Botox wird ambulant vorgenommen und dauert – je nach Umfang – von einigen Minuten bis zu einer halben Stunde. Für die Stirnfalten sind ein bis zwei Sitzungen nötig. Fachleute sagen, Augen und Stirn sollten in getrennten Sitzungen behandelt werden, damit man die Auswirkungen besser abschätzen kann. Etwas nachgespritzt werden kann immer, zu viel Botox ist allerdings von Übel. Denn dann ist Ihr Gesicht wie eine starre Maske, und Sie müssen die nächsten Monate abwarten, bis sich der Stoff wieder abgebaut hat. Wenn Sie eine solche Behandlung in Erwägung ziehen, sollten Sie auf alle Fälle vorher in Erfahrung bringen, wie viele Kenntnisse der jeweilige Arzt hat und wie gut er sich mit der Botox-Faltenunterspritzung auskennt.