Plastische Chirurgie: Risiken haben keine abschreckende Wirkung
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Gerade diejenigen, die im Berufsleben stehen, können davon ein Lied singen. Falten, Hängebäckchen und Schlupflider werden in manchen Berufen ebenso als Zumutung empfunden wie unebene, ungebleichte Zähne oder leichtes Übergewicht. Unsere Gesellschaft huldigt einem ziemlich gnadenlosen Körperkult, der keine Uneben- und Eigenheiten duldet.
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Die Spuren des Verfalls sollen beseitigt werden, und zwar so früh wie möglich. Hinter dieser Entwicklung steht auch der Irrglaube, man könne den Körper nach seinen Vorstellungen modellieren, ohne dass das nachhaltige Folgen hätte. Wer das glaubt, hat weder Sicherheitsbedenken noch Berührungsängste, was Eingriffe und Schnippeleien an seinem Körper angeht.
Sogar Todesfälle haben keine abschreckende Wirkung. Doch selbst wenn alles gut geht und die Rundumerneuerung ständig wiederholt wird – endlos lässt sich das Alterwerden nicht aufschieben. Bei den Schauspielerinnen in Hollywood beginnt dies heute sogar schon mit Mitte 30. Sie stehen vor einem Dilemma: Entweder sie stehen zu ihrem „Alter" und lassen die Hände von Eingriffen jedweder Art. Dafür bekommen sie keine Aufträge mehr. Oder sie lassen sich botoxen, lasern und liften bis zum „geht nicht mehr". Dann sehen ihre Gesichter irgendwann verwechselbar, gelähmt und mumienhaft aus. Und auch dann gibt's keine Aufträge mehr.
Am häufigsten sind Komplikationen beim Fettabsaugen
Auch wenn dieser Zweig der Medizin mit sanften Worten für sich wirbt, so sind und bleiben die meisten Eingriffe dennoch unnatürlich und riskant. Fachleute sagen, dass es vor allem beim Straffen und Fettabsaugen häufig zu Komplikationen kommt. Nach Schätzungen der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) gibt es hier zu Lande bei 9 % der Eingriffe Komplikationen. Eine Studie der Universität Bochum kam zu dem Ergebnis, dass es innerhalb von 5 Jahren zu 70 schwerwiegenden Zwischenfällen nach Fettabsaugen kam, in deren Verlauf 19 Patient(inn)en starben. Mit den Absaugkanülen hatten die Ärzte unter anderem Darmschlingen und Gallenblasen durchstochen, oder es kam zu tödlichen Lungenembolien. Zudem traten schwere Infektionen, Nachblutungen oder Schocks durch Flüssigkeitsverluste auf.