Plastische Chirurgie: Diese Risiken eines Faceliftings sollten Sie kennen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Plastische Chirurgie
Der folgende Beitrag soll Ihnen einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung verschaffen und auch etwaige Nachteile bzw. Risiken aufzeigen. Sicherlich erhebt sich die grundsätzliche Frage: Sind Schönheitsoperationen wirklich notwendig? Aber diese Entscheidung wollen wir Ihnen überlassen. Wir sehen unsere Aufgabe lediglich darin, Sie objektiv – frei von allen Wertungen – zu informieren.
GNL5356
Bis ins höhere Lebensalter hinein ein möglichst jugendliches Aussehen bewahren – vielleicht hegen auch Sie diesen heimlichen Wunsch. Skalpell, Laser und Spritzen in den Händen der Schönheitschirurgen machen dies heute sogar teilweise möglich.
Optische Verjüngung mit dem Skalpell
Das klassische Facelifting strafft die Konturen Ihres Gesichtes und lässt Falten verschwinden. Der Erfolg ist relativ dauerhaft. Je nach Hauttyp sehen Sie etwa 10 Jahre lang um bis zu 15 Jahre jünger aus.
In einer mehrstündigen Operation löst der Chirurg fast die gesamte Gesichts- und Halshaut mit dem darunter liegenden Gewebe ab. Anschließend wird das Gewebe gestrafft, überschüssige Haut abgeschnitten und vernäht. Es handelt sich dabei um einen großen Eingriff, der den gesamten Organismus stark belastet. Neben dem kompletten Standard-Lifting werden verschiedene kleinere Eingriffe angeboten, z. B. das Mini-Lifting, bei dem lediglich die Wangenhaut gestrafft wird, oder das Brauen-Lifting.
Das sind die Risiken eines Faceliftings:
- allgemeine Narkose- und Operationsrisiken
- verzögerte Wundheilung (durch Infektionen oder falsche Operationstechnik)
- Absterben von Gewebeteilen (Nekrosen, vor allem bei Rauchern)
- Narbenwucherungen
- starre Mimik
In sehr seltenen Fällen treten als Folge des Eingriffs irreversible Nervenschädigungen auf, die Taubheitsgefühle und Lähmungen verursachen. Weitere mögliche unerwünschte Begleiterscheinungen sind: beeinträchtigter Haarwuchs am Haaransatz (im Bereich der Schnittführung), Eindellungen zwischen den Brauen, asymmetrische Brauen und zu weit vorne liegende Ohrläppchen.
Das endoskopische Stirnlifting ist weniger riskant
Der Einsatz eines Endoskops ermöglicht schonendere Eingriffe. Diese „Schlüsselloch-Operationstechnik“ hinterlässt deutlich kleinere Narben als das klassische Lifting. Bislang ist die Anwendung dieser Technik allerdings noch auf den Stirnbereich beschränkt.
Der Eingriff ist mit den gleichen Risiken behaftet wie das herkömmliche Lifting. Dazu kommt als zusätzliches Risiko noch eine zu hohe Positionierung der Brauen, die dem Betroffenen einen scheinbar ständig „erstaunten“ Gesichtsausdruck verleiht.
Lidstraffung: kleiner Eingriff mit großer Wirkung
Bei manchen Menschen wirken die Augen schon mit 40 Jahren müde. Wird überschüssiges Haut- und Fettgewebe entfernt,wirken Ihre Augen und damit das ganze Gesicht um Jahre jünger. Möglicherweise ist dieser relativ einfache Eingriff (Dauer etwa 50 bis 90 Minuten) für Sie eine gute Alternative zum doch recht aufwändigen und nicht ungefährlichen Facelifting.
Der Eingriff gilt als risikoarm. Dennoch kann es auch hier zu Komplikationen kommen (z. B. übermäßige Narbenwucherungen). Wird der Lidhebermuskel beschädigt, kann der Patient das Auge nicht mehr vollständig öffnen.