Die Plastische Chirurgie ist im Kommen
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Falten ausradieren, Pigmentflecken weglasern, Hängebäckchen und Reithosen verschwinden lassen, das Gesicht und den Körper chirurgisch durchstylen – fast alles scheint heute möglich.Die Bandbreite an Methoden ist inzwischen riesig und ziemlich unüberschaubar geworden. Sie reicht von Peelings über Falten-Füller bis hin zur richtig großen Operation. Der Markt boomt wie kaum ein anderer. Fallstricke liegen vor allem bei der Auswahl von Arzt und Methode.
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Die Schönheitschirurgie ist salonfähig geworden
Rund 1 Million Deutsche lassen sich inzwischen jedes Jahr beim Schönheitschirurgen „aufhübschen". Das sind sechsmal mehr als noch vor 15 Jahren. Fernsehsendungen wie „The Swan – endlich schön!" haben entscheidend dazu beigetragen. In diesen Shows wird den Teilnehmerinnen die Möglichkeit gegeben, sich nach ihrem Wunschbild chirurgisch modellieren zu lassen. Zwar stehen hier zumeist Frauen mit völlig überspannten Schönheitserwartungen im Mittelpunkt, doch als Publikumsmagnet taugen die Sendungen allemal. Und als Appetitanreger für die Normalverbraucherinnen.
Die Akzeptanz für kleine und große Schönheitskorrekturen steigt. Das Magazin „Stern" ermittelte in einer Forsa-Umfrage, dass heute fast 70 % aller Deutschen prinzipiell nichts mehr gegensolche Eingriffe einzuwenden haben. Immer mehr können sich inzwischen vorstellen, auch bei sich selbst das eine oder andere operativ korrigieren zu lassen. Es sind nicht mehr nur die Moderatorinnen, Sängerinnen und Schauspielerinnen, die sich in den Praxen der Schönheitschirurgen einfinden, sondern Frauen wie Sie und ich – Krankengymnastinnen, Ärztinnen, Sekretärinnen, Illustratorinnen, Verkäuferinnen oder Wissenschaftlerinnen.
Hängt der Erfolg im Beruf vom stromlinienförmigen Aussehen ab?
Das Ideal, dem Frauen mit Hilfe von Chirurgie und Kosmetik nahe kommen wollen, wandelt sich stetig – manchmal auch rasant. In Deutschland gilt seit langem eine natürlich wirkende Ebenmäßigkeit als besonders erstrebenswert. Vielfach wird das heute sogar beruflich erwartet.Die meisten Kundinnen wollen keine großen Korrekturen, die man ihnen auf 1 Kilometer Entfernung ansieht, sondern kleine, unmerkliche Teilkorrekturen für ein etwas frischeres Aussehen. Nicht wenige von ihnen nutzen das neue Angebot vieler Kliniken und Ärzte, die Kosten für die Eingriffe in Raten abzustottern.
Schon immer hielt man es für erfolgsfördernd, dem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen. Wer gut aussieht, dem werden automatisch viele positive Eigenschaften zugeschrieben, wie Forscher der Universität Regensburg herausfanden. Betrachter halten attraktive Menschen nicht nur für klüger, begabter und sympathischer, sondern auch für erfolgreicher, kreativer und fleißiger. Es wurde sogar festgestellt, dass gut aussehende Menschen mehr Geld verdienen.Da wir immer weniger Zeit haben, einander kennen zu lernen, zählt der erste Eindruck heute zudem mehr als früher, sagen Psychologen. Und der wird eben vom Aussehen geprägt. Deswegen soll die Schönheitsindustrie nachhelfen.