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Plastische Chirurgie: Brustvergrößerung

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Plastische Chirurgie

Immer mehr Frauen lassen sich Brustimplantate einsetzten. Doch was genau passiert bei einer Brustvergrößerung? Mit welchen Risiken und Komplikationen ist der Eingriff verbunden?

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Der Eingriff

Bei diesem Eingriff ist eine Vollnarkose erforderlich. Es wird ein etwa 4 Zentimeter langer Hautschnitt gemacht – etwa in der Hautfalte unterhalb der Brust, am Rand der Brustwarze oder in der Achselhöhle. Durch diesen Hautschnitt modelliert der Chirurg entweder hinter der Brustdrüse oder dem Brustmuskel eine Art Höhle, in die er das Implantat schiebt. Nach der Operation sorgt ein fester Verband dafür, dass das Gewebe gestützt wird. Die Operation dauert für beide Brüste zwischen ein bis zwei Stunden. Etwa 6 Wochen lang müssen Sie einen strammen BH tragen.

Komplikationen und Risiken

Dieses ist ein großer und schwerwiegender Eingriff, bei dem die üblichen, teils gravierenden Risiken wie Thrombosen und Embolien bestehen. Es können Infektionen, Schmerzen, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen und Sensibilitätsbeeinträchtigungen auftreten. Manche Frauen klagen über taube oder überempfindliche Brustwarzen. Dies bildet sich jedoch in aller Regel total zurück. Das häufigste Problem ist die so genannte Kapselfibrose. Sie tritt in 6 bis 10 % aller Fälle auf. Der Körper wehrt sich gegen das Implantat und umschließt es mit einer Hülle aus Bindegewebe. Hin und wieder geht das Implantat durch äußere Einwirkung (Gewalt, Unfall, schwere Stürze), Verschleiß oder Materialfehler kaputt. Eine Infektion des Gewebes, das ein Brustimplantat aus Silikon umgibt, ist eine gefährliche Komplikation. Da Silikon Keime anzieht, ist sie zudem gefürchtet.

Das müssen Sie wissen

Ein Brustimplantat besteht aus einer Silikonhülle, die mit Silikongel oder Kochsalzlösung gefüllt ist. Vor etwa 15 Jahren wurde die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Silikongel angezweifelt, diese Zweifel konnten jedoch bislang wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Implantatträgerinnen sollten sich jedoch bewusst sein, dass ihre Prothesen Bakterien aus dem Blutstrom „einfangen" können, da Silikon Keime anzieht. In einem solchen Fall muss das Implantat wieder raus. Experten raten deshalb bei jeder schwereren Infektion, wo auch immer im Körper, so früh wie möglich vorbeugend Antibiotika zu geben, um eine Ansteckung des Implantatortes zu vermeiden. Das gilt auch für chirurgische und zahnärztliche Eingriffe. Manche Experten empfehlen sogar den Einsatz von Antibiotika bei jeder zahnärztlichen Behandlung von Frauen mit Silikon-Busen. Der häufige Einsatz von Antibiotika schädigt Ihr Immunsystem. Moderne Implantate halten etwa 10 Jahre. Die Stillfähigkeit wird normalerweise dadurch nicht beeinträchtigt. Eine Mammografie ist jedoch nur noch bedingt zu beurteilen.


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