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Plastische Chirurgie: Achtung! - Viele Chirurgen sind Pfuscher

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Plastische Chirurgie

Auf dem Markt der Schönheitschirurgie herrscht das pure Chaos. Nach dem Urteil des Magazins „Der Spiegel" sind überwiegend Stümper am Werk. Viele Ärzte etwa, die Schönheitschirurgie anbieten, besitzen keine Fachausbildung und kennen keinerlei verbindliche Maßstäbe.

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Es sind dies Chirurgen, die selten dafür ausgebildet sind, aber auch eine wachsende Zahl von Zahnärzten, Kieferchirurgen und Dermatologen. Selbst Frauenärzte schrecken nicht davor zurück, „schönheitstechnisch" an ihren Kundinnen herumzuschnippeln. Obendrein hantieren sie häufig mit Stoffen, deren Ungefährlichkeit nicht erwiesen ist.

Streng genommen darf jeder Arzt nach seiner Approbation alles. Doch ob er auch alles kann, was er darf, muss bezweifelt werden. Es mehren sich die Berichte über schlampige Ergebnisse, unerwünschte Folgen und Komplikationen bis hin zu Todesfällen. „In den letzten Jahren gab es einen richtigen Boom an fehlgelaufenen Eingriffen, vor allem durch das Fettabsaugen", berichtet der Münchner Rechtsanwalt Sven Thannhäuser in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt". Er arbeitet im Auftrag des Patientenbundes an solchen Fällen. Embolien, Thrombosen, Infektionen, Blutvergiftungen, vernarbte Gesichter, verstümmelte Brüste, zerkraterte Bauchdecken und entstellte Oberschenkel – lang ist die Liste der Schäden von Eingriffen und dubiosen Substanzen. Es werden vielfach Stoffe in den Körper gebracht, über deren Langzeitwirkungen so gut wie gar nichts bekannt ist. Silikon ist dafür ein uns allen gut bekanntes Beispiel. Aber auch manche Füllstoffe zum Unterspritzen von Falten sind in ihrer Langzeitwirkung nicht wirklich bekannt – etwa Pasten und Gels aus Hühnerknorpel, Plexiglas, Eigenblut oder Eigenfett.

Immer häufiger muss nachoperiert werden

Wie hoch die Risiken einer Schönheitsoperation oder einer Anti-Aging-Maßnahme sind, darüber gibt es ganz unterschiedliche Aussagen. Sie richten sich logischerweise nach den Interessen dessen, der sie tut. Über tödliche Ausgänge gibt es derzeit noch keine Statistiken. Nach einer Studie der amerikanischen Stanford University kommt auf 5.000 Fettabsaugungen ein Todesfall. Die Stiftung Warentest nahm vor einiger Zeit Kliniken und Institute, in denen Fett abgesaugt wird, unter die Lupe und kam zu einem niederschmetternden Ergebnis: Die Kundinnen wurden nirgendwo annähernd ausreichend aufgeklärt, es werde „erschreckend unbedarft" vorgegangen.

Die Zahl von Nachoperationen steigt rasant an. Die Kosten der Folgen dafür trägt meist die Allgemeinheit. Denn wenn etwas schief geht, werden die Krankenversicherer zur Kasse gebeten. Ein Drittel der Eingriffe sind mittlerweile Korrekturen missglückter Schönheitsoperationen.


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