Narkose: Die Methoden der Anästhesie
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Die Methoden der Anästhesie haben sich in einer relativ kurzen Zeitspanne wesentlich verändert. Vor nur 40 Jahren wurde eine Narkose meist mit Äther mittels einer Maske durchgeführt. Ein einfaches Stethoskop und eine Blutdruckmanschette dienten als wichtigste Überwachungsinstrumente.
Heute wird Äther gar nicht mehr benutzt. Stattdessen können die Ärzte aus einem Spektrum verschiedener Medikamente wählen, die ganz gezielt auf bestimmte Körperfunktionen wirken. Außerdem konnten durch den Einsatz neuer Geräte zur Überwachung der Körperfunktionen die Komplikationen bei einer Narkose drastisch gesenkt werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kam es 1997 in Deutschland nur zu 14 tödlichen Zwischenfällen durch Anästhetika.
Eines der neuen Überwachungsgeräte, die zur Reduktion von Komplikationen beitrugen, ist das Pulsoximeter. Das ist ein kleines Gerät, das an einer Fingerspitze befestigt wird, ohne Schmerzen zu bereiten. Das Oximeter misst ständig den Sauerstoffgehalt des Bluts. Sinkt er aus irgendeinem Grund, wird ein Alarm ausgelöst.
Während einer Vollnarkose wird normalerweise ein Tubus (biegsames Rohr) in die Luftröhre eingebracht. Ein spezieller Monitor kann benutzt werden, um festzustellen, ob der Tubus richtig liegt und ob Sie während der Operation richtig atmen.
Andere Geräte können die Pulsrate, die Kreislauffunktion, den Blutdruck, die Körpertemperatur, das Gleichgewicht der Körperflüssigkeiten und andere Körperfunktionen kontinuierlich überwachen.
Nicht nur in der Überwachungstechnologie gab es Fortschritte, die Ärzte wissen heute auch mehr darüber, wie eine Narkose wirkt. Zudem stehen heute auch kurzwirkende, spezifischer wirkende sowie neue intravenöse Medikamente zur Verfügung, die gelegentlich auftretende Übelkeit und Brechreiz nach einer Narkose vermeiden können.