Narkose: Das erwartet Sie beim Vorgespräch
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Narkose
GNL5356
Um die für Sie am besten geeignete Form der Betäubung zu finden, bedarf es des offenen Gesprächs zwischen Ihnen, dem Anästhesisten und dem Chirurgen. Teilen Sie den Ärzten Ihre Sorgen oder Ängste diesbezüglich so früh wie möglich mit. Vor der Operation wird Sie der Anästhesist über folgende Dinge befragen:
- Ihren aktuellen Gesundheitszustand – Sie sollten alle Erkrankungen ansprechen, an denen Sie leiden, insbesondere Erkrankungen des Herzens, der Lungen, der Nieren oder des Hormonsystems (einschließlich Diabetes).
- Welche Medikamente Sie zur Zeit einnehmen – Um möglicherweise gefährliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie alle Medikamente, die sie aktuell einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, auflisten. Dazu gehören auch Nahrungsergänzungspräparate und pflanzliche Mittel.
- Ihren Alkohol- und Nikotinkonsum – Rauchen oder Alkoholkonsum können die Wirkungsweise eines Narkosemittels während einer Operation beeinflussen. Wenn Ihr Anästhesist weiß, dass Sie rauchen oder Alkohol konsumieren, erleichtert ihm das die Auswahl eines für Ihren Gesamtzustand am besten geeigneten Narkosemittels.
- Alle Ihnen bekannte Allergien gegen Medikamente oder Nahrungsmittel – Einige Narkosemittel enthalten Bestandteile bestimmter Nahrungsmittel (z. B. Eiweiß aus Hühnereiern). Wenn Sie Ihrem Anästhesisten vor der Operation Ihre Nahrungs- oder Arzneimittelallergien mitteilen, hilft ihm dies, das richtige Narkosemittel für Ihre Operation auszuwählen.
- Unangenehme oder negative Vorerfahrungen im Zusammenhang mit einer Narkose – Dank neuer Medikamente und verschiedener Techniken können unerwünschte Nebenwirkungen der Narkose wie z. B. Übelkeit und Erbrechen vermieden werden.
- Probleme bezüglich einer Narkose bei anderen Familienmitgliedern – Obwohl es selten vorkommt, können ungünstige Wirkungen bestimmter Narkosemittel familiär gehäuft vorkommen. Wenn jemand aus Ihrer Familie Probleme mit einer Narkose hatte, tragen Sie eventuell ein erhöhtes Risiko. Sie sollten Ihren Arzt darüber informieren, damit er Narkosemittel auswählt, die besser verträglich sind.