Laserchirurgie
In der medizinischen Welt können diese „Lichtskalpelle“ bei vielen Eingriffen nützlich sein. Obwohl viel Hightech in diesen „Zauberstrahlen“ steckt, sie sind nicht für die Lösung jedes Problems geeignet. Bei bestimmten operativen Eingriffen kann Laser genau das richtige Werkzeug sein, bei anderen dagegen nicht.
Laserstrahlen sind stark genug, um Diamanten zu zerschneiden. Andererseits können Ärzte damit auch vorsichtig die empfindliche Oberfläche des Auges modellieren.
Der Erfolg einer Operation mit Laser hängt, wie bei jeder Operation, großenteils von den Fähigkeiten des Arztes ab sowie von der Entscheidung über die passende Indikation im Einzelfall.
Intensives Licht auf den Punkt gebracht
Das Wort „Laser“ steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“. Laserstrahlen sind starke Lichtstrahlen, die durch elektrische Stimulation eines bestimmtes Stoffs (fest, flüssig oder gasförmig) erzeugt werden.
Laser werden nach dem Stoff benannt, mit dem sie den Strahl erzeugen. Weitverbreitete Laser sind u. a. Kohlendioxidlaser und Argonlaser.
Die Kombination aus der Stärke eines Lichtstrahls und der Fähigkeit, diesen auf eine kleine Fläche zu konzentrieren, verhilft Lasern zu ihrer nützlichen Rolle in der Medizin. Laser können eingesetzt werden, um
- krankes Gewebe zu zerschneiden oder zu zerstören
- Tumoren (Geschwulste) oder krankhafte Veränderungen zu schrumpfen oder zu verkleinern
- Gewebe zu verbrennen oder zu verdampfen
- Gewebe zu modellieren
- Blutgefäße zu verschließen
Nicht alle Laser „verbrennen“ das Gewebe. Einige, wie solche für die Augenheilkunde, können das Gewebe vorsichtig modellieren, ohne dabei spürbare Wärme zu produzieren.
Die Vorteile liegen auf der Hand
Laser haben nicht das Skalpell ersetzt. Aber sie helfen Ärzten, manche Eingriffe erfolgreicher vorzunehmen als mit herkömmlichen Methoden.
Laser verursachen nur minimale Blutungen und ermöglichen dadurch den Chirurgen einen klaren Überblick über das Operationsgebiet. Ärzte können mit Lasern aufgrund ihrer Präzision Eingriffe an kleinen oder schwer zugänglichen Stellen des Körpers vornehmen. Mit Lasern lässt sich über die Lichtintensität die Eindringtiefe in das Gewebe genau einstellen. Operationen mit Lasern können das Risiko einer Infektion mindern und die Narbenbildung minimieren. In einigen Fällen ist eine Laseroperation schneller durchgeführt als eine herkömmliche Operation und verkürzt dadurch die Genesung. Einige Laseroperationen werden ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt, bei anderen bedürfen die Patienten einer Vollnarkose und eines Krankenhausaufenthalts.
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