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Chirurgie: Informationen rund um das Thema Operationen

Der Begriff „Operation“ umfasst eine große Palette von Eingriffen. Im Allgemeinen unterscheidet man folgende Kategorien:

Operation© gornist – Fotolia

Kleine Operationen

Dazu gehört eine minimale Betäubung, weniger große Einschnitte und eine schnelle Genesung. Beispiele sind Kataraktbehandlung, Warzenentfernung und einige Biopsien.

Minimal-invasive Operationen

Mit dieser neuen, sich schnell entwickelnden Methode lassen sich einige Eingriffe durchführen, die früher große Einschnitte erforderten. Die Methode arbeitet mit bleistiftdünnen Röhren (Endoskopen), die entweder über natürlich Öffnungen (Mund, Anus) oder winzige Einschnitte eingeführt werden. Mithilfe der Endoskopie kann Ihr Operateur chirurgische Instrumente, Beleuchtung und eine kleine Videokamera bewegen und den Eingriff vornehmen. Da häufig nur winzige Einschnitte nötig sind, erlauben minimal-invasive Techniken häufig eine schnellere Genesung.

Jedoch bedeutet eine minimal-invasive Operation nicht immer eine risiko- oder schmerzfreie Operation. Obwohl die Verletzung Ihres Körpers häufig geringfügig ist, kann die Methode trotzdem zu postoperativen Schmerzen und Unwohlsein führen und manchmal kann viel Zeit und Mühe für die Abheilung erforderlich sein. Minimal-invasive Techniken werden immer häufiger angewendet. Einige der neueren Verfahren beinhalten Hüftgelenksersatz sowie Prostata-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Dickdarm- und Enddarmoperationen.

Große Operationen

Diese erfordert eine regionale Betäubung oder Narkose, eine große Operationsöffnung und Abheilungszeiten, die Wochen oder Monate dauern können. Beispiele sind die vollständige Entfernung der Prostata, die meisten Herz-Bypass-Operationen und die meisten Gelenksersetzungen.

Wo finden Operationen statt?

Die Art des chirurgischen Eingriffs bestimmt meist den Ort der Handlung. Kleine Operationen können ambulant in der Arztpraxis vorgenommen werden. Minimal-invasive und große Operationen werden typischerweise in einem Krankenhaus durchgeführt und erfordern fast immer einen Operationssaal. In diesem Fall werden Sie mit einem Rollstuhl oder Krankenbett in einen hell beleuchteten, sterilen Raum gebracht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt geben Sie die Kontrolle über das weitere Geschehen ab.

Erinnern Sie sich deshalb an den gründlichen Entscheidungsprozess und die Planung mit Ihrem Chirurg sowie Ihrem Anästhesisten, damit Sie sich in dieser Situation sicher fühlen und entspannen können. Sollten Sie trotzdem Angst vor diesem Moment haben, sprechen Sie mit Ihrem Chirurgen oder anderen Mitgliedern des Operationsteams über Beruhigungsmöglichkeiten, besonders wenn Sie älter sind. Es kann hilfreich sein, zu wissen, dass das Narkoseteam und die Chirurgen Ihren Gesundheitszustand überprüfen und geeignete Maßnahmen für die optimale Vorbereitung Ihres Körpers auf die Operation ergriffen haben, den Verlauf des Eingriffs auf Ihren Gesundheitszustand abgestimmt haben und auf eventuell auftretende Komplikationen vorbereitet sind.

Wünsche an die Ärzte

Sie möchten Ihre Brille, Ihr Hörgerät oder Ihr Gebiss solange wie möglich anbehalten und sobald wie möglich nach dem Eingriff wieder haben. Ein Freund oder Familienmitglied soll Sie solange begleiten, bis Sie in den OP gebracht werden. Nach der Operation soll er oder sie sobald wie möglich wieder zu Ihnen gelassen werden.

Homöopathische Begleitung bei Operationen

Wenn ein Teil unseres Körpers aufgeschnitten wird, ist das immer eine Verletzung, die unsere körpereigenen Selbstheilungskräfte benötigt, damit sie wieder heilen kann. Findet ein solcher Einschnitt im Rahmen einer notwendigen Operation statt, kann die Homöopathie diese Selbstheilungskräfte aktivieren und unterstützen. Insbesondere wenn es zu Komplikationen wie Wundheilungsstörungen oder Blutergüssen kommt, ist die Homöopathie ein wertvoller Helfer.

Homöopathische Mittel können nach Operationen

  • die Wundheilung beschleunigen
  • der Bildung von Blutergüssen entgegenwirken
  • die Folgen von Blutverlust ausgleichen
  • unangenehme Narkosefolgen verhindern
  • Schmerzen im Wundbereich und an verletzten Nerven lindern

Wichtig ist, dass Sie sich für das richtige Mittel entscheiden und es auch zum richtigen Zeitpunkt anwenden.

Das wichtigste Verletzungsmittel: Arnika

Bei allen Verletzungen denken Homöopathen zuerst an Arnika. Das Mittel hat einen großen Bezug zu Muskeln, Sehnen, Bindegewebe und Blutgefäßen. Gleich nach dem operativen Eingriff eingenommen, wird es verhindern, dass es zu Schwellungen und Blutergüssen im Bereich der Operationswunde kommt. Arnika wirkt auch hervorragend bei operativen Eingriffen im Mund-Kieferbereich sowie nach dem Ziehen eines Zahnes. Nehmen Sie Arnika etwa eine Stunde nach Nux vomica in der Potenz C30 ein. Drei Globuli sind hier die richtige Dosierung.

Achtung: Nehmen Sie Arnika niemals vorbeugend vor dem operativen Eingriff ein, da es sonst zu verstärkten Blutungen während der Operation kommen könnte. Mit Nux vomica und Arnika haben Sie eine optimale Basisversorgung nach dem chirurgischen Eingriff gewährleistet. In vielen Fällen ist danach kein weiteres homöopathisches Mittel erforderlich. Sollten sich jedoch besondere Beschwerden einstellen, kann ein weiterer homöopathischer Helfer notwendig werden.

Gegen Schmerzen im Operationsbereich

Wenn Ihnen die Wunde Probleme bereitet und schmerzt, ist Staphisagria ein gutes Mittel. Das potenzierte Stephanskraut ist immer dann angezeigt, wenn die Ursache der Beschwerden eine Verletzung durch scharfe Instrumente oder Stiche war.

Sind während der Operation beim Schnitt Nerven durchtrennt worden oder kam es beispielsweise durch eine ungünstige Körperlage in der Narkose zu einer Nervenquetschung, dann ist Hypericum das richtige Mittel. Das potenzierte Johanniskraut ist nämlich nicht nur gegen Depressionen wirksam, sondern beeinflusst auch Verletzungen der Nerven sehr positiv. Bei beiden Mitteln kann eine mehrtägige Einnahme notwendig sein. Nehmen Sie daher einmal täglich drei Globuli des passenden Mittels in der Potenz C6 ein. Stoppen Sie die Einnahme, sobald Sie eine Besserung spüren.

China hilft gegen die Schwäche nach einem Blutverlust

Die Chinarinde war das erste homöopathische Mittel, das Samuel Hahnemann im Selbstversuch entdeckte. Heute setzen Homöopathen die potenzierte Chinarinde vor allem ein, um die Folgen eines Verlusts an Körperflüssigkeiten zu behandeln. Gerade bei größeren Operationen kommt es nicht selten zu einem größeren Blutverlust, der sich dann in der Folge durch große Schwäche und Blässe im Gesicht äußert.

Wenn Sie sich nach einer Operation sehr erschöpft fühlen, frösteln und dennoch leicht schwitzen, ist China einen Versuch Wert. Hier empfiehlt sich die einmalige Gabe von drei Globuli in der Potenz C30.

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