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Grundlagenwissen zum Thema Chirurgie

Der Begriff „Operation“ umfasst eine große Palette von Eingriffen. Im Allgemeinen unterscheidet man folgende Kategorien:

Kleine Operationen

Dazu gehört eine minimale Betäubung, weniger große Einschnitte und eine schnelle Genesung. Beispiele sind Kataraktbehandlung, Warzenentfernung und einige Biopsien.

Minimal-invasive Operationen

Mit dieser neuen, sich schnell entwickelnden Methode lassen sich einige Eingriffe durchführen, die früher große Einschnitte erforderten. Die Methode arbeitet mit bleistiftdünnen Röhren (Endoskopen), die entweder über natürlich Öffnungen (Mund, Anus) oder winzige Einschnitte eingeführt werden. Mithilfe der Endoskopie kann Ihr Operateur chirurgische Instrumente, Beleuchtung und eine kleine Videokamera bewegen und den Eingriff vornehmen. Da häufig nur winzige Einschnitte nötig sind, erlauben minimal-invasive Techniken häufig eine schnellere Genesung.

Jedoch bedeutet eine minimal-invasive Operation nicht immer eine risiko- oder schmerzfreie Operation. Obwohl die Verletzung Ihres Körpers häufig geringfügig ist, kann die Methode trotzdem zu postoperativen Schmerzen und Unwohlsein führen und manchmal kann viel Zeit und Mühe für die Abheilung erforderlich sein. Minimal-invasive Techniken werden immer häufiger angewendet. Einige der neueren Verfahren beinhalten Hüftgelenksersatz sowie Prostata-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Dickdarm- und Enddarmoperationen.

Große Operationen

Diese erfordert eine regionale Betäubung oder Narkose, eine große Operationsöffnung und Abheilungszeiten, die Wochen oder Monate dauern können. Beispiele sind die vollständige Entfernung der Prostata, die meisten Herz-Bypass-Operationen und die meisten Gelenksersetzungen.

Die Art des chirurgischen Eingriffs bestimmt meist den Ort der Handlung. Kleine Operationen können ambulant in der Arztpraxis vorgenommen werden. Minimal-invasive und große Operationen werden typischerweise in einem Krankenhaus durchgeführt und erfordern fast immer einen Operationssaal (OP). In diesem Fall werden Sie mit einem Rollstuhl oder Krankenbett in einen hell beleuchteten, sterilen Raum gebracht.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt geben Sie die Kontrolle über das weitere Geschehen ab. Erinnern Sie sich deshalb an den gründlichen Entscheidungsprozessund die Planung mit Ihrem Chirurg sowie Ihrem Anästhesisten, damit Sie sich in dieser Situation sicher fühlen und entspannen können.

Sollten Sie trotzdem Angst vor diesem Moment haben, sprechen Sie mit Ihrem Chirurgen oder anderen Mitgliedern des Operationsteams über Beruhigungsmöglichkeiten,besonders wenn Sie älter sind. Es kann hilfreich sein, zu wissen, dass das Narkoseteam und die Chirurgen Ihren Gesundheitszustand überprüfen und…

…geeignete Maßnahmen für die optimale Vorbereitung Ihres Körpers auf die Operation ergriffen haben.

… den Verlauf des Eingriffs auf Ihren Gesundheitszustand abgestimmt haben.

… auf eventuell auftretende Komplikationenvorbereitet sind.

Wünsche an die Ärzte

Sie möchten Ihre Brille, Ihr Hörgerät oder Ihr Gebiss solange wie möglich anbehaltenund sobald wie möglich nach dem Eingriff wieder haben.

Ein Freund oder Familienmitglied soll Sie solange begleiten, bis Sie in den OP gebracht werden. Nach der Operation soll er oder sie sobald wie möglich wieder zu Ihnen gelassen werden.

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