Chiropraktisches Einrenken gehört in gute Hände
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 16. März 2010, 05:00 Uhr
GNL5223
Eine chirotherapeutische Behandlung dürfen in Deutschland nur speziell ausgebildete Ärzte vornehmen. In der Regel sind das Orthopäden. Sie müssen die Zusatzbezeichnung "Chirotherapie" erworben haben. Die Ärzte dürfen jedoch per Rezept bestimmte Teilbehandlungen an ebenfalls ausgebildete Physiotherapeuten oder Krankengymnasten weiterreichen. Die Kosten für die Chirotherapie werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen, sofern sie ärztlich verordnet ist.
Früher glaubte man, etliche Beschwerden kämen durch ausgerenkte Gelenke zustande. Doch es sind meist verhärtete und verspannte Muskeln, die hinter den Gelenkblockaden stecken. Sie bringen Nervenreizungen mit sich, die in die engere und weitere Umgebung ausstrahlen. Ist beispielsweise Ihr Schulter-Nacken-Bereich betroffen, können auch anhaltendes Kopfweh und Schwindelgefühle die Folge sein. Ein leichter Ruck genügt dann oft, um einem derart geplagten Gelenk wieder zu Luft zu verhelfen. Verspannte Muskeln und blockierte Gelenke werden durch gezielte Grifftechniken gelocker. Das ist meist verbunden mit einem kurzen Ruck sowie einem hörbaren Knacken. Zusätzlich sollte die umliegende Muskulatur durch ein gezieltes Training gestärkt werden, damit der Erfolg von Dauer ist. Diese Behandlung kann funktionelle Beschwerden durchaus verbessern, wenn sie durch speziell ausgebildete Ärzte vorgenommen wird. In den Händen von den falschen Leuten kann diese Methode schnell gefährlich werden.
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