Chinesische Medikamente: Warnung vor Harnwegskrebs
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 7. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Mit der Einnahme von chinesischen Pflanzenarzneien scheint ein erhöhtes Risiko für Harnwegskrebs einherzugehen. Das fanden Forscher der Nationalen Universität von Taiwan heraus. Von den untersuchten 4.500 Studienteilnehmern, die Medikamente mit dem Pflanzenstoff Aristolocchiasäure einnahmen, entwickelten überproportional viele einen Harnleiter- oder Blasenkrebs. Aristolocchiasäure ist in Deutschland verboten, weil sie die Nieren schädigt. Eine krebserregende Wirkung war bislang noch nicht nachgewiesen worden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr med Arne Ströhlein (08.01. 2010 22:41 Uhr):
Vielen Dank für ihren Warnhinweis. Aristolocchiasäure wurde früher durch Verabreichung von Herba asarum, Haselwurz eingenommen. Die deutschen Ausbilder für chin. Medizin wie zB die DGTCM Deutsche Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin warnen schon lange wegen der kanzerogenen Wirkung vor diesen Medikamenten siehe u.a. Kursbuch für Traditionelle Chinesische Medizin, Thieme oder Checkliste Chin. Phytotherapie jeweils Henry Johannes Greten Herba asarum ist wegen seiner Gefährlichkeit in diesen Büchern aufgelistet, aber immer mit dem Warnhinweis: nicht verwenden, da kanzerogen.
Antworten - Kommentar von Karl Kainrath (09.01. 2010 11:10 Uhr):
könnten Sie mir eine mögliche Liste der betroffenen Arzneien zukommen lassen ?! DANKE
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