Chemotherapie: Nebenwirkungen inklusive

in Naturmedizin aktuell
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Das sind weitere Nebenwirkungen der Chemotherapie:

  • Blutungen: Eine weitere vorübergehende Begleiterscheinung der Chemotherapie ist, dass die Zahl der Thrombozyten sinkt, die bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen. Das merken Sie daran, dass Sie leichter Blutergüsse bekommen, schneller und länger bluten, wenn Sie sich verletzen, häufiger an Nasen- oder Zahnfleischblutungen leiden, Blut im Stuhl oder im Urin feststellen. Gehen Sie sanft und vorsichtig mit sich um und vermeiden Sie alle Aktivitäten, bei denen Sie sich verletzten könnten.    
  • Verstopfung: Das ist keine häufige Nebenwirkung der Chemotherapie, jedoch eine anderer Medikamente, die in Zusammenhang mit der Chemotherapie eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die Mittel gegen Übelkeit. Richten Sie sich mit Ihrer Ernährung darauf ein: Essen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Nüsse.Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit. In hartnäckigen Fällen führen Flohsamenschalen aus der Apotheke sanft ab. Auch Einläufe haben sich hier bewährt.
  • Durchfall: Viele Chemotherapeutika schädigen die Schleimhautzellen der Darmwände. Dadurch kann es zu Durchfall kommen. Begleitet wird er häufig von Blähungen und Krämpfen. Durchfall kann lebensgefährlich werden, wenn Sie entwässert sind oder einen Darminfekt haben. Informieren Sie deshalb bei Durchfall Ihren behandelnden Onkologen. Wahrscheinlich müssen Sie dann die „Chemo" abbrechen. Trinken Sie ausreichend und essen Sie viel Obst und Gemüse, um den Nährstoffverlust zu ersetzen.
  • Veränderungen der Mundschleimhaut: Oft kommt es unter der Chemotherapie zu wunden Stellen im Mund. Es empfiehlt sich, etwa zwei Wochen vor der „Chemo" noch eine professionelle Zahnreinigung machen zu lassen, damit von daher keine Probleme entstehen. Überprüfen Sie Ihren Mundraum und Ihre Zunge regelmäßig, sodass Sie sofort reagieren können, wenn Sie eine wunde Stelle entdecken. Tupfen Sie die Stellen mit Myrrhentinktur ein. Lutschen Sie während der „Chemo" ab und an an einem Eisstückchen, um Entzündungen zu verhindern oder wenn Sie bereits eine entzündete Stelle im Mund haben. Doch sprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt ab, denn unter bestimmten Umständen - etwa wenn Sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen - können sich die Probleme im Mund durch das Eisschlecken verschlimmern.
  • Veränderungen des Nervensystems: Auch auf die Nerven können sich die Zytostatika auswirken. Besonders betroffen sind die Nervenenden Ihrer Hände und Füße. Sie bemerken das als Kribbeln, Brennen, tauben Händen oder Füßen, einem Gefühl der Schwäche oder der Kälte, Schmerzen beim Gehen, wunde, schmerzende Muskeln, einem Gefühl von „Tappsigkeit", Ungeschicktheit beim Aufheben von Gegenständen und dem Anziehen von Kleidung, Schwindel, Verwirrtheit und Stimmungsverschlechterung. Seien Sie im Alltag besonders vorsichtig und passen Sie beim Gehen und Arbeiten gut auf sich auf. Überprüfen Sie Ihre Wohnung auf Stolperfallen und räumen sie diese aus dem Weg. Tragen Sie sicheres Schuhwerk. Sorgen Sie für Sicherheit im Bad. Die meisten dieser Beeinträchtigungen verschwinden nach der Chemotherapie wieder, leider richten sich manche jedoch auch als Dauergast ein.
  • Sexuelle Beeinträchtigungen: Während der Behandlung kann das sexuelle Empfinden beeinträchtigt sein. Normalerweise reguliert sich das nach der Behandlung jedoch wieder. Die Chemotherapie kann die empfindlichen Spermien und die weiblichen Eierstöcke vorrübergehend oder dauerhaft schädigen. Scheideninfektionen sind während der Chemotherapie keine Seltenheit. Vorbeugend helfen Vaginalzäpfchen mit Döderlein-Bakterien.

Und was noch ganz wichtig ist: Sie haben übrigens jederzeit das Recht, die Therapie abzubrechen, wenn Ihnen die Nebenwirkungen zu unerträglich werden.


 


von
Sylvia Schneider

Erfahren Sie hier mehr zu Sylvia Schneider - aus dem Redaktionsteam von FID Gesundheitswissen.

 
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Kommentar von E V

Angesichts der gravierenden Nebenwirkungen die eine Chemo mit sich bringt, würde ich mich niemals dafür entscheiden. Außerdem ist allgemein bekannt, dass durch diese Art der Krebsbekämpfung auch gesunde Zellen beeinträchtigt werden, das Immunsystem geschwächt wird und die Patienten erst an den daraus folgenden Krankheiten sterben und nicht am Krebs. Frage:"Warum behandelt man diese Kranken nicht nach der Methode von Dr. Hammer, Dr. Hulda Clark oder Tamara Lebedewa statt sie zu unterdrücken, zu verunglimpfen, zu bedrohen u.s.w." ? Ich weiß zwar nicht wieviel € eine Chemotherapie kostet, aber ich glaube, nicht weniger als damals 15.000 DM. Daran erkennt man doch eindeutig, dass nur der Profit interessant ist und nicht der Mensch denn ich bin überzeugt davon, dass nach so vielen Jahren der Krebsforschung eine humanere Behandlungsmethode gefunden wurde und überfällig ist.

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Antwort von Dieter Kleinhammes:

...es gibt schon seit vielen Jahren die Möglichkeit der Tumorbekämpfung mit Gleichstrom: ECT-Tumortherapie ohne zu schneiden und Chemo als Nachbehandlung

Antwort von E V:

sehr geehrter Herr Kleinhammes, von diesen Behandlungsmethoden habe ich schon gehört, doch die meine ich nicht denn die schliessen ja eine Chemo mit ein. Ich meinte hingegen eine absolut natürliche und chemiefreie Behandlung. Vor 2 Jahren habe ich meinen Bruder verloren durch eine Krebserkrankung.

Kommentar von kleine

Leider ist es heute noch immer so, dass Schulmedizin und Naturheilkunde nicht viel voneinander halten. Dabei bin ich der Meinung, dass die eine die andere unterstützen sollte zum Wohle des Erkrankten. Man muss sich selbst informieren und kümmern, obwohl man ja nun genug mit sich selbst zu tun hat. Mein Rat: zweigleisig fahren und sich nicht von der Schulmedizin verunsichern lassen. Im übrigen geht es um meinen Körper und meine Gesundheit, und darüber entscheide ich immer noch selbst. Wie es im Artikel heißt, sollte jede/r Betroffene das machen, mit dem sie/er sich gut fühlt.

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