Bringen Sie Ordnung in Ihr Leben
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 9. August 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Der Heilungsansatz der Ordnungstherapie wurde schon von Hippokrates (460 bis 370 vor Christus) formuliert. Er sah Krankheiten als Folge von fehlender Balance. Er entwickelte die Idee der „Diatia" - die Kunst der Lebensführung im Umgang mit Ernährung, Bewegung, Schlaf, Licht und Luft. Wieder in Erinnerung gerufen wurde die Ordnungstherapie von namhaften Medizinern wie Christoph Wilhelm Hufeland (1762 bis 1836) und dem Schweizer Arzt Dr. Maximillian Oskar Bircher-Benner (1867 bis 1939), dem Erfinder des Müslis und Verfechter der Rohkost. Außer der falschen Ernährung prangerte er vor allem die Störung der natürlichen Wärmeregulation (Heizung, falsche Kleidung) an, den Lichtraub (Aufenthalt in Wohnung, Büros und Werkshallen), den Bewegungsmangel und ein gestörtes Verhältnis der Menschen mit den naturgemäßen Rhythmen der Natur.
Aufgegriffen hat auch „Wasser-Pfarrer" Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) diese Erkenntnisse und sie in seinem Sinne weiterentwickelt. Aufgrund seiner seelsorgerischen Erfahrung wusste er, dass sich Gesundheit nur dort einstellt, wo der Mensch mit sich und der Welt im Reinen ist. Nur dann gelingt es auch, die Selbstheilungskräfte anzukurbeln.
Sie können alle Maßnahmen der Ordnungstherapie für sich allein ergreifen. Sie werden schnell merken, wie gut Ihnen das tut. Oft ist es jedoch hilfreich, sich dabei von einem Therapeuten begleiten zu lassen.
Das sind die Maßnahmen der Ordnungstherapie:
- auf Ihre innere Uhr hören
- Arbeit und Freizeit, Anspannung und Entspannung in ein ausgewogenes Verhältnis bringen
- Körper und Seele Rituale geben
- Stress vermeiden
- das Leben entschleunigen
- auf Genussgifte verzichten
- die eigene Müdigkeit zulassen
- rechtzeitig ins Bett gehen und ausreichend schlafen (die Nacht nicht zum Tage machen)
- ausgewogen und frisch essen
- viel Bewegung an der frischen Luft bei wechselnden Temperaturen
- Überforderung wie Unterforderung vermeiden