Brennnessel hilft Ihnen bei Insektenstichen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Brennessel
vom 8. Juli 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
die Mückenzeit hat begonnen. Allein in Deutschland wurden bislang 48 Stechmückenarten nachgewiesen, weltweit gibt es jedoch mehr als 2.500 Arten. Es stechen nur die Weibchen, denn nach der Paarung benötigen sie fremde Eiweißstoffe, um Eier zu bilden. Dass die kleinen Vampire sich derzeit schon an unserem Blut laben, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Kaum ist eine Mücke in meiner Umgebung, schon landet sie auf mir und sticht gnadenlos zu. Klar, sie tut sie das für Ihren Nachwuchs - dafür muss man ja Verständnis haben. Doch ich muss Ihnen ein Geheimnis anvertrauen: Ich kann mit Mückenstichen trotz besseren Wissens überhaupt nicht umgehen, denn wenn es anfängt zu jucken, kratze ich, was das Zeug hält. In manchen Nächten umwickle ich meine Beine mit feuchten Handtüchern, nur um mich selbst vom Kratzen abzuhalten. Natürlich sollten wir auf keinen Fall an der Einstichstelle kratzen! Denn zum einen werden dadurch mehr „Juckstoffe" von Ihrem Körper ausgeschüttet, zum anderen gelangen möglicherweise Bakterien in Ihre Haut, und es kann zu unangenehmen Infektionen kommen.
Dabei gibt es durchaus Hilfe wie die leicht kortisonhaltigen Salben aus der Apotheke. Ganz auf natürliche Weise helfen auch die Wirkstoffe der Kleinen Brennnessel (Urtica urens) gegen juckende und brennende Insektenstiche. Es wird aus dem Bereich der Anthroposophischen Medizin ein Gel mit Brennnessel-Auszügen angeboten. Das erscheint einem auf den ersten Blick paradox, denn wie bei einem Insektenstich ruft das Sekret der Nesselhaare juckende Schwellungen an der Hautoberfläche hervor. Genau entgegengesetzt wirkt allerdings ein Heilpflanzenauszug aus der Kleinen Brennnessel. Er lindert den Hitzeschmerz und reguliert entzündliche Vorgänge, wie sie bei Insektenstichen, Sonnenbrand und leichteren Verbrennungen auftreten.
Nach den Grundlagen der Anthroposophischen Medizin kann eine Natursubstanz dann für die Behandlung von Krankheiten geeignet sein, wenn ein Krankheitsprozess und ein Naturprozess oder eine Natursubstanz in einer besonderen Beziehung zueinander stehen - denn viele Pflanzen haben charakteristische Merkmale, aus denen sich ihre medizinische Verwendung ableiten lässt. Auf Grundlage dieser Zusammenhänge wird das passende Arzneimittel für ein Krankheitsbild ausgewählt. Denken wir an eine Hautverletzung durch zu viel „Feuer" - eine leichte Verbrennung oder ein Insektenstich. Der Organismus antwortet mit einer Brandblase beziehungsweise bildet eine Quaddel. Hier lindern Extrakte der kleinen Brennnessel den Hitzeschmerz und regulieren entzündliche Vorgänge. Die Pflanze ist ein vorzügliches Mittel bei Blasenbildung, weil sie den Abtransport der Lymphe (Flüssigkeit in einer Brandblase) anregt. Urtica urens hilft Ödeme abzubauen und die normalen Flüssigkeitsverhältnisse wieder herzustellen. Aufgrund dieser Eigenschaften werden Auszüge der Pflanze in der Anthroposophischen Medizin zusammen mit Auszügen aus der Arnika bei Insektenstichen, Sonnenbrand und leichten Verbrennungen eingesetzt. Zusammen mit Arnika ist die Kleine Brennnessel in dem lindernden Gel (Combudoron Gel von Weleda) enthalten. Es wirkt kühlend, lässt Schwellungen abklingen, ist schmerzlindernd und fördert den Aufbau von neuem, gesundem Hautgewebe - und das ohne chemische Zusatzstoffe.
Berichten Sie mir, was Ihnen hilft, Ihren Kratzzwang unter Kontrolle zu bringen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ulla Meyerhof (08.07. 2011 06:17 Uhr):
Gegen Juckreiz hilft es Apis in der D200, - 5 Globuli einzunehmen und gleichzeitig die Stelle mit reinem Lavendelöl ;z.B. Young Living oder Primavery extra fein zu betupfen. Der Juckreiz verschwindet sofort. Was auch hilft, wenn auch nicht immer, ist der Saft der rohen Zwiebel. Zwiebel aufschneiden und mit der Schnittfläche grosszügig über die Bißstelle fahren. Riecht halt nicht so fei nwie der erste Tipp. Love and light aus Hawaii Ulla Meyerhof
Antworten - Kommentar von Siegmar Weichert (08.07. 2011 07:56 Uhr):
Ich wende bei Mückenstichen immer Essig o. Essenz an. Am wirkungsvollsten ist dies sofort nach dem Stich. Wartet man längere Zeit mit dem Einreiben kann sich der Einstich schon wieder verschlossen haben. In diesem Fall muß man mit dem Fingernagel etwas an dem Einstich kratzen. Es brennt zwar etwas kurzzeitig, jedoch kommt der Juckreiz nicht erst auf. Eine Flasche Essig steht im Sommer immer griffbereit im Garten o. Hof.
Antworten- Antwort von Karlo (08.07. 2011 22:46 Uhr):
Stimmt, Essig hilft, aber auch der Saft einer Zitrone, es ist wohl die Säure. Riecht angenehmer.
- Antwort von Karlo (08.07. 2011 22:46 Uhr):
- Kommentar von Mechthild Rau (08.07. 2011 08:12 Uhr):
Liebe Frau Schneider, es gibt nicht nur das Combudoron von Weleda AG, sondern auch das Wund- und Brandgel von WALA Heilmittel GbmH, das ebenfalls Urtica urens und Arnika enthält. Mit freundlichen Grüßen M. Rau
Antworten - Kommentar von Lothar (08.07. 2011 08:20 Uhr):
Bei Insektenstichen wie z.B. Mücken oder auch bei Sonnenbrand hilft am besten Eisspray. Wenn man am morgen aufwacht und entdeckt dass in der Nacht wieder einmal Mücken zugestochen haben, werden diese Stellen einfach mit Eisspray eingesprüht und nach einer kurzen Einwirkungszeit ist nichts mehr zu sehen und entsteht auch kein Juckreiz.
Antworten - Kommentar von Gabriele Hauf (08.07. 2011 09:37 Uhr):
Ich bin ein absoluter Fan und eine überzeugter Anwenderin von Propolis. Wurde vor einigenTagen total zerstochen - meine Arme waren voll - Propolisbalsam und der Juckreiz war weg und am nächsten Tag hat man nichts mehr gesehen - kein roter Fleck, als wäre nichts gewesen.
Antworten- Antwort von Gabriele Weixelbraun (10.07. 2011 00:21 Uhr):
Die besten Erfahrungen gegen Juckreiz und Entzuendungen habe ich mit dem Auftragen von Schwedenbitter, 1 Trpf. Teebaumoel oder Schungitwasser gemacht. Keine Bananen essen! Gruesse von den Rocky Mountains Gabriele
- Antwort von Lore Seifert (10.07. 2011 14:53 Uhr):
Wenn ich unterwegs von Mücken zerstochen werde, suche ich ein Breitwegerichblatt, reibe es sauber, falte es und zerreibe den Saft auf dem Einstich. Das desinfiziert und nimmt nach kurzer Zeit auch den Juckreiz. Und obendrein kostet es mich keinen Cent.
- Antwort von Gabriele Weixelbraun (10.07. 2011 00:21 Uhr):
- Kommentar von schubert (08.07. 2011 10:43 Uhr):
Hallo Frau Schneider, es hilft die so genannte Mückenmaus, aus der Apotheke bzw. preiswerter das Behandeln der Mückenstiche mit ca. 40°-45° C heißem Wasser für ca. 5 Sekunden ;solange, bis der Juckreiz abschwillt&, also Wasser so heiß temperieren, dass man es gerade noch aushält und natürlich ohne sich zu verbrennen. Einfacher und besser geht es nicht. Als Hilfsmittel geht dabei auch ein Messer oder ein Löffel, den man unter das Wasser hält und dann auf den Mückenstich auflegt. Bei vielen Stichen z. B. auch auf dem Rücken am besten heiß abduschen. Mit freundlichen Grüßen Jens Schubert
Antworten - Kommentar von Karlo (08.07. 2011 15:13 Uhr):
Am besten hat man immer eine Zitrone zur Hand. Riecht gut und hilft 100%. Nach einigen Minuten ist nichts mehr vom Stich zu merken. Essig geht auch;es sind wohl die Säuren, die helfen, - riecht aber nicht so gut.
Antworten - Kommentar von Vera Fochler (08.07. 2011 16:12 Uhr):
Habe vor einiger Zeit zufällig mein Lemon Neroli Erfrischungsspray von Bronnley auf juckende Mückenstiche aufgesprüht und der Juckreiz war, Überraschung, sofort verschwunden.
Antworten - Kommentar von Elke Werner (08.07. 2011 21:35 Uhr):
Gegen den Juckreiz habe ich kein Patentrezept, aber gegen die Mückenstiche. Bin über Antizeckenempfehlungen für meinen Hund auf Kokosöl gekommen. Einfach einen Klecks Bio-Kokosfett auf die Hand geben, schmilzt bei Körpertemperatur, dann über das Fell verteilen. Die Reste habe ich mir auf die Haut an den Beinen geschmiert und festgestellt, dass das auch die Stechviecher garnicht mögen! Hilft bei Mücken, aber auch bei Bremsen. Und hautpflegend ist das Öl auch noch, nebenbei mag ich den Geruch!
Antworten - Kommentar von Jakobs (08.07. 2011 21:54 Uhr):
Ich weiss nicht ob Brennessel hilft, kratzen noch weniger, aber hier in Buenos Aires, Argentinien, infolge des Parana deltas ein wikliches Mückennest, kann Ich aus eigener praxis sagen das das beste mittel folgendes ist; am besten benutzt man dazu den Daumennagel, und streicht damit genau über den stechpunkt mit senkrechter nagelhaltung zwei mal kreutzartg drüber, als wollte man ein sternchen zeichnen, sofort hört der juckreiz auf. Versucht es mal, es kostet ja nichts.
Antworten
- Kommentar von Regina Pöpl (10.07. 2011 20:47 Uhr):
mir hilft ganz schnell weißer Tigerbalsam. Den Tipp bekam ich in einer Apotheke in Thailand nach vielen Mückenstichen. Damals hatte ich außerdem vom Auspuff eines Motorrades eine große Brandblase an der Wade und sollte das Zeug auch da auftragen. Hat super geholfen, wenn man die ersten 2 Minuten nach dem auftragen lauthals durchsteht.
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