Breiterer Schutz durch neuen Pneumokokken-Impfstoff
Dr. Andrea Schmelz in Täglich Gesund
vom 7. September 2010, 16:00 Uhr
GNL5223
Seit kurzem ist ein neuer Pneumokokken-Impfstoff (Synflorix®) auf dem Markt, der gegen zehn verschiedene Serotypen (Varianten = unterschiedliche Stämme) schützt. Bisher war mit Prevenar® nur ein Impfstoff erhältlich, der auf amerikanische Verhältnisse zugeschnitten war und gegen sieben Serotypen Schutz bietet. Es gibt etwa 90 verschiedene Pneumokokkenstämme, von denen 20 für den Großteil aller Infektionen beim Menschen verantwortlich sind.
Der neue Impfstoff ist auf europäische Verhältnisse zugeschnitten und dürfte durch das breitere Spektrum etwa 80 Prozent aller schweren Pneumokokken-Infektionen verhindern (Prevenar® 66 Prozent). Synflorix® hat zudem eine bessere Schutzwirkung gegen Mittelohrentzündungen (laut Fachinformationen Reduzierung um 34 Prozent, Prevenar® 6 bis 13 Prozent).
Das Impfschema für Synflorix® ist das gleiche wie für Prevenar® (drei Gaben im Abstand von je einem Monat, Auffrischung im zweiten Lebensjahr), jedoch ist Synflorix® bereits für Babys ab sechs Wochen zugelassen (Prevenar® ab dem dritten Lebensmonat). Schutzwirkung und Nebenwirkungen (Lokalreaktionen an der Impfstelle, Fieber und Erregbarkeit) sind bei beiden Impfstoffen vergleichbar.
Mein Tipp: Derzeit bietet Synflorix® den besten Schutz gegen Pneumokokken-Infektionen, sodass dieser Impfstoff sinnvoller ist als Prevenar®. Aus den Zulassungsstudien gibt es Hinweise, dass das Fiebermittel Paracetamol die Immunantwort auf Synflorix® verringern kann. Daher sollten Sie, falls nötig, auf Ibuprofen ausweichen (z. B. Nurofen® Junior Fiebersaft Erdbeer oder Orange 2 %, Achtung: erst für Kinder ab 5 kg Körpergewicht und 6 Monaten zugelassen!).
ähnliche Beiträge
- Pneumokokken-Impfung verringert möglicherweise Ihr Herzinfarkt-Risiko
- Schmerzmittel kein Schutz vor Alzheimer
- Reparaturauftrag unterschrieben – Gewährleistung futsch!
- Satire-Roman berechtigt nicht zur Kündigung
- Genuss ohne Reue? Das können Sie lernen!
- Sport schützt Frauenherzen
- Vorkehrungen gegen Elektrosmog sind keine außergewöhnlichen Belastunge
- Neuer Impfstoff verspricht Erleichterung für Heuschnupfen-Geplagte
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Annerose Striedter (07.09. 2010 17:27 Uhr):
Hoffentlich gibt es bald einen Impfstoff gegen Volksverdummung !!!
Antworten - Kommentar von Müller (06.04. 2011 19:02 Uhr):
Zum Thema Pneumokokken-Impfstoff - Bevor sich jemand für irgend etwas impfen läßt, sollte man den Beitrag über MMS von Dr. Ralph Manser im "Alpenparlament.tv"ansehen. Auch ein Dr.Rohsmann bei YouTube erklärt die Anwendung von MMS. Diese Substanz wird in Zukunft unsere ganze Schulmedizin durcheinander würfeln. Dieses Chlordioxit ist super billig, nicht patentierbar und völlig ohne Nebenwirkungen. Erfunden hat es ein Jim Humble durch Zufall im Urwald. Ich habe den älteren Herrn persönlich kennen gelernt, dieser Stoff ist der blanke Wahnsinn und das ist die volle Wahrheit. Ich habe das MMS selber ausgetestet mit tollen Resultaten. Vieren, Bakterien, Pilze, Plasmosien u.a. haben keine Chance gegen diesen Stoff. Antibiotika wird in Zukunft zum Auslaufmodell. Viele Grüße an Alle und probiert es aus.
Antworten