Borderline: Verschließen Sie als Angehörige nicht die Augen!
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 15. März 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
wie verprochen, will ich Ihnen heute noch mehr über die Borderline-Erkrankung berichten, zu der Sie mir schon etliche Kommentare und Briefe geschrieben haben. Und Sie haben recht: Der Umgang mit Borderlinern ist generell schwierig. Denn Borderliner schaffen mit ihrem oft unverständlichen wechselhaften Verhalten in ihren Familien und bei ihren Freunden große Verunsicherung, Ratlosigkeit und nicht selten auch Wut.
Viele Angehörige reagieren zunächst mit Verleugnung - ähnlich wie bei suchtkranken Familienangehörigen. Doch spätestens dann, wenn Partner oder Partnerin, ein Elternteil oder ein anderes Familienmitglied, Freund oder Freundin dadurch auffallen, dass sie sich selbst verletzen, einer tiefen Depression anheim fallen, suchtkrank werden oder einen Selbstmordversuch unternehmen, ist absoluter Realismus vonnöten. Natürlich muss als Erstes die oder der Betroffene versorgt werden. Das geht in der Regel nicht ohne einen stationären Aufenthalt. Doch sehr häufig brauchen auch Angehörige und Freunde professionelle Hilfe. Zudem sind Partner, Partnerin, Familie und Freunde ein wichtiger Faktor für den Gesundungsprozess.
Die Borderline-Spezialisten Dr. Rose Rieke-Niklewski und Dr. Günter Niklewski haben erfolgreiche Familienregeln aufgestellt, die den Umgang mit der Erkrankung erleichtern sollen und die Sie sich als Angehörige immer wieder sagen sollten. Lesen Sie im nächsten Beitrag mehr davon.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider