Bockshornklee kräftigt Ihre Abwehr
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 22. Juli 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Traditionell wird der Bockshornklee seit jeher als Kräftigungsmittel verwendet. Es hilft nach schweren Erkrankungen, bei körperlich-geistiger Erschöpfung, stärkt die Abwehrkräfte und steigert die Leistungskraft. Äußerlich eingesetzt wirkt Bockshornklee entzündungshemmend bei kleineren und eher oberflächlichen Hautgeschwüren, Furunkeln und Karbunkeln. Aber auch Hühneraugen und Schwielen sprechen positiv darauf an. Innerlich angewendet hilt er bei Magengeschwüren.
Für arzneiliche Zwecke wird hauptsächlich der getrocknete Samen verwendet. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Wenn Sie sich ein Kind wünschen oder schwanger sind, sollten Sie auf Bockhornklee verzichten, da er Blutungen fördern und abtreibend wirken kann.
Für eine Fuß-Auflage rühren Sie 100 g Foenum-graecum-Pulver oder 100 g grob gemahlene Bockshornkleesamen aus der Apotheke mit ein wenig Wasser an und kochen diese
Mischung auf. Den warmen Brei streichen Sie dick auf ein Leinentuch und geben dieses etwas abgekühlt auf die zu behandelnde Stelle - zum Beispiel Hühneraugen. Darauf legen Sie noch ein wärmendes, trockenes Wolltuch. Wenn die Auflage abgekühlt ist, können Sie diese bis zu drei- bis viermal erneuern. Kochen Sie den Brei mit Essig statt mit Wasser auf, erhöhen Sie die Wirkung noch, denn der Essig zieht das Gewebe zusammen. Bewährt hat sich dieser Wickel vor allem auch bei Nagelbettentzündungen.
Als Küchengewürz entfaltet Bockshornklee magenstärkende und anregende Kräfte. Verwenden Sie ihn jedoch nur ganz sparsam, denn er riecht sehr stark und Sie können schnell damit überwürzen. In den meisten Currymischungen ist Bockshornklee übrigens ein wichtiger Bestandteil. Auch hier darf er aber nur sparsam eingesetzt werden. Ein besonders empfehlenswerter Genuss sind Bockshornklee-Keimlinge, die Sie fertig kaufen oder in Keimtöpfen selbst ziehen können.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gisela Heldt (22.07. 2010 07:32 Uhr):
Zu diesem interessanten Artikel fehlt mir der Hinweis, dass Hildegard von Bingen diese Gewürz häufig empfielt und das es in Indien sehr oft verwendet wird und man eine große Wirkung bei der Prophylaxe des Herzinfarktes zuschreibt. Dies wäre für mich im Sinnde der Ganzheitlichkeit interessant zu den anderen Informationen. Einen schönen Tag Gisela Heldt
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