Bockshornklee hilft Ihnen bei Entzündungen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 15. Juli 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Die Heilkräfte des Bockshornklees sind vielfältig, vor allem aber wirkt das Heilmittel auf Ihre Haut entzündungshemmend. Es bekämpft Hühneraugen, Schwielen und Hautirritationen.
Für eine entzündungshemmende Auflage rühren Sie 100 g Foenum-graecum-Pulver oder 100g grob gemahlene Bockshornkleesamen aus der Apotheke mit ein wenig Wasser an und kochen diese Mischung auf. Den warmen Brei streichen Sie dick auf ein Leinentuch und geben dieses etwas abgekühlt auf die zu behandelnde Stelle. Darauf legen Sie noch ein wärmendes, trockenes Wolltuch. Wenn die Auflage abgekühlt ist, können Sie diese bis zu drei- bis viermal erneuern. Kochen Sie den Brei mit Essig statt mit Wasser auf, erhöhen Sie die Wirkung noch, denn der Essig zieht das Gewebe zusammen. Bewährt hat sich dieser Wickel vor allem auch bei Nagelbettentzündungen.
Hautausschläge können Sie auch mit Bockshornklee-Öl behandeln: Verrühren Sie 1 EL in der Pfanne ohne Fett kurz geröstete, frisch zerstößelte Bockshornklee-Samen mit 1 EL Mandelöl. Tragen Sie diese dicke Masse auf die erkrankte Stelle auf. Nach einer halben Stunde mit viel lauwarmem Wasser abnehmen. Diese Anwendung sollten Sie täglich machen, bis Ihre Haut eine deutliche Besserung zeigt.
Als Küchengewürz entfaltet Bockshornklee magenstärkende und anregende Kräfte. Verwenden Sie ihn jedoch nur ganz sparsam, denn er riecht sehr stark und Sie können schnell damit überwürzen. In den meisten Currymischungen ist Bockshornklee übrigens ein wichtiger Bestandteil. Auch hier darf er aber nur sparsam eingesetzt werden. Ein besonders empfehlenswerter Genuss sind Bockshornklee-Keimlinge, die Sie fertig kaufen oder in Keimtöpfen selbst ziehen können.