Blasenentzündung? Konsequent behandeln!
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Blasenentzündung
vom 19. April 2011, 09:41 Uhr
GNL5356
zur Behandlung einer Blaseninfektion, die Sie sich womöglich beim Sport zugezogen haben, stehen heute etliche Medikamente bereit. Sie können jedoch oft nur wenig ausrichten und vor allem das ständige Wiederaufflammen der Infektionen nicht verhindern. Dies ist aber besonders wichtig, um das Aufsteigen der Bakterien in Richtung Nieren zu verhindern. Das gilt im Prinzip auch für Antibiotika, die zwar in schweren Fällen nach wie vor hilfreich sind, aber leider auf Dauer Resistenzen erzeugen. Werden die Antibiotika abgesetzt, stehen den Blasenfeinden wieder Tor und Tür offen.
Dabei besinnt man sich immer häufiger wieder auf die bewährten Rezepte aus Großmutters Arzneikiste. Der erste Schritt ist die Linderung des akuten Anfalls durch einen Notfallplan. Denn zu diesem Zeitpunkt lässt sich ein Aufsteigen der Keime noch verhindern und Schäden an Blase und Nieren vermeiden. Das Wichtigste dabei ist trinken, trinken und nochmals trinken. Denn das verdünnt Ihren Urin und mildert seine schneidende Schärfe. Außerdem werden dadurch die Krankheitskeime aus der Blase gespült. Bis die meisten Bakterien aus der Blase vertrieben sind, ist es unerlässlich, dass Sie zudem so oft wie möglich auf die Toilette gehen, damit die Blase auch entleert wird. Die Wärme einer Wärmflasche entspannt, entkrampft die Blasenregion und führt dazu, dass Ihr Urin kühler ist als die Haut in der Gegend um die Harnöffnung. Das vermindert ebenfalls die Schmerzen beim Wasserlassen.
Je öfter es bei Ihnen zu solchen Blasenattacken kommt, desto schneller ist das Stadium erreicht, in dem die Blase zu bluten beginnt, weil sie nie richtig ausheilt. Jeder Tropfen des durch die Entzündung heißen und scharfen Urins, der nun über die inneren wunden Stellen läuft, verursacht Ihnen Höllenqualen. Hier greifen die Erste-Hilfe-Maßnahmen, die ich Ihnen gestern vorgestellt haben. Wenn sich die Blasenentzündung erst einmal häuslich eingerichtet hat, sind fünf bis sechs Infektionen im Jahr keine Seltenheit. Meist werden Sie dann mit Antibiotika behandelt, was Ihren Körper jedoch schwächt.
Spätestens nach drei Tagen müssen Sie zum Arzt.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von jürgen althoff (19.04. 2011 16:18 Uhr):
Vor 18 Jahren: Vermeintliche Blasenentzündung: 1. Selbstmedikation mit Blasentee: Kein Erfolg! 2. Hausarzt: 10 Tage Antibiotikum: Kein Erfolg! 3.Überweisung Urologe: 10 Tage Antibiotikum: Kein Erfolg! Am 11. Tag Blasen- spiegelung : Karzinom!! Überwei- sung Klinik; sofort OP. Glück gehabt, alles erwischt. Danach spezielle Chemo direkt in Blase. Heute noch 2 x jährl. Spiegel ung/Kontrolle. Alles OK. FAZIT: Mit Entzündung nicht schluren schnellst zum Urologen !!!
Antworten