Bisphenol A und seine Auswirkungen...
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 6. Juli 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Bisphenol A (BPA) ist ein Stoff, der sehr umstritten ist. In manchen Ländern, zum Beispiel Kanada, ist die Chemikalie, die bei der Herstellung von Kunststoff gebraucht wird, mittlerweile verboten. Grund dafür ist, dass sie die Gesundheit schwer schädigen kann.
In Deutschland sind wir noch nicht so weit. Hier wird BPA häufig als harmlos dargestellt. Immerhin ist es mittlerweile untersagt, Babyflaschen zu verkaufen, die diese Chemikalie enthalten.
Und eine neue Studie untermauert, dass BPA tatsächlich nicht so harmlos ist, wie es vielleicht scheint. Wissenschaftler aus Missouri haben nachgewiesen, dass männliche Mäuse, die häufig BPA ausgesetzt waren, deutlich weniger interessant für ihre weiblichen Artgenossen sind. Die Mäusemänner, deren Mütter in Schwangerschaft und Stillzeit 50 mg BPA pro kg Futter zu sich genommen hatten, wurden nur halb so lange beschnuppert wie die Mäusemänner, die kein BPA zu sich genommen hatten.
Darüber hinaus konnten sich die Mäuse auch deutlich schlechter orientieren und fanden nur langsam den Ausgang aus einem Labyrinth. Äußerlich dagegen sahen alle Mäuse gleich aus, auch die Menge der Sexualhormone im Blut der Mäuse war gleich.