Birnenfrauen haben ein geringeres Herzinfarkt-Risiko

in Täglich Gesund zum Thema Herzinfarkt
vom


Sagen Ihnen Apfel- und Birnenform etwas? Es geht um männliche und weibliche Körperformen - und was diese genau mit dem Risiko zu tun haben, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln, das fragte mich mein Leser Herbert S.


Wenn Sie Ihre Umwelt einmal genauer beobachten, können Sie feststellen, dass Männer eher einen dicken Bauch bekommen - bei Frauen setzt sich Körperfett dagegen erst einmal eher am Po und an den Oberschenkeln fest. Diese unterschiedliche Fettverteilung begründet auch das unterschiedliche Risiko von Männern und Frauen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Denn bei einem dicken Bauch können die aggressiven Endprodukte des Stoffwechsels sofort in die Leber gelangen - der Weg, der nur über die Pfortader führt, ist sehr kurz. Die Folgen bestehen in einer Störung des Zucker- und Fettstoffwechsels, der bis zum Herzinfarkt führen kann. Bei Frauen dagegen muss das Fett ein ganzes Stück transportiert werden, von den Oberschenkeln und dem Po über Venen und Herz bis in die Leber.

Nach den Wechseljahren besteht dieser Vorteil bei Frauen aber nicht mehr. Dann lagert sich auch bei ihnen das Fett am Bauch an. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gleicht sich damit dem der Männer an.

Was übrigens ein Leben lang unterschiedlich bleibt, sind die Symptome, mit denen sich ein Herzinfarkt bei Männern und Frauen äußert. Sind es bei Männern die typischen Herzschmerzen, die von der Herzregion aus in Richtung Oberarm wandern, sind die ersten Vorboten bei der Frau heftige Übelkeit. Da viele Menschen diesen Unterschied nicht kennen, rufen sie den Notarzt leider zu spät.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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