Biokosmetik: Oft Rosstäuscherei
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Bioprodukte
vom 14. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
nicht alles glänzt, was Gold ist - sagt der Volksmund. Das scheint leider auch auf Kosmetika mit dem Zusatz „Bio" zuzutreffen. Viele Produkte werben mit natürlichen Inhaltsstoffen. Doch oft ist das nur vorgeschoben. Etliche dieser Kosmetika bestehen vollständig oder überwiegend aus künstlichen chemischen Substanzen. Das ergab jetzt eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg. Es wurden für dafür 20 Naturkosmetikprodukte mit dem werbewirksamen Gütesiegel „Biokosmetik" unter die Lupe genommen. Bei einigen der geprüften Produkte handelte es sich keineswegs um Naturkosmetik. Bei anderen wurden pflanzliche Inhaltsstoffe ausgelobt, einfach um auf den grünen Zug mit aufzuspringen - selbst wenn diese nur in geringsten Mengen vorhanden waren. Noch ein bedeutender Wermutstropfen: Bei den beanstandeten Produkten handelt es sich nicht nur um solche traditioneller Hersteller wie Unilever oder Schwarzkopf & Henkel, sondern auch um Firmen wie Biomaris, Yves Rocher, Biotherm und The Body Shop. Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass die Verbraucher bei Biokosmetika auf einen Wirrwarr aus Labeln und Begriffen stoßen. Und der Gesetzgeber schweige sich aus zu diesem Thema.
Einer der Gründe für diese betrübliche Nachricht: Anders als bei Bio-Lebensmitteln konnte sich die EU bislang auf kein einheitliches Gütesiegel und somit über keine einheitlichen Qualitätsrichtlinien einigen. Jedes Unternehmen, das nur einige Blütenblätter oder einige Tropfen ätherisches Öl in ihre Cremetöpfe rührt und in den üblichen Chemikalien versenkt, kann seine Produkte bislang noch mit den Prädikaten „Bio" oder „Natur", „natürlich" oder „organic" bewerben. Die herkömmlichen Kosmetika werden aus weit über 500 Chemikalien zusammengemischt. Dazu gehören unter anderem Konservierungsstoffe, Duft- und Farbstoffe sowie künstliche Fette oder Öle. Diese können Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Jutta BuschBertsch (14.05. 2010 07:03 Uhr):
nicht alles glänzt, was Gold ist - sagt der Volksmund - stimmt, auch Gold kann mal so verschmutzt sein, daß es seinen Glanz verliert. Bisher hieß es allerdings: Es ist nicht alles Gold, das glänzt und das meinten Sie wohl auch. Beste Grüße
Antworten - Kommentar von Mäder Silvia (14.05. 2010 08:17 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, ich berichtige Sie nur sehr ungern, aber der Volksmund sagt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt ! Ansonsten ist es an der Zeit das endlich mal jemand, wie Sie zum Beispiel, dieses thema offen anspricht. Seit jahren wurde mir in dieser Angelegenheit- wo BIO drauf steht- ist noch lange kein Bio drin, widersprochen und meine wirklich echten Produkte, die natürlich genau aus diesem Grund auch ihren gerechtfertigten Preis haben, hatten es immer sehr schwer sich am Markt durch zu setzen. Das Geld für ein solches fadenscheinige Gütesiegel habe ich mir gespart. Schauen Sie doch mal auf meine web-Seiten, dann wissen Sie, warum ich auf BIO bei der Auszeichnung von Pflegeprodukten echt sauer reagiere. www.bodysan.de Mit besten Grüßen und machen Sie weiter so Ihre Silvia Mäder HP
Antworten - Kommentar von Jeanne Krog (14.05. 2010 12:24 Uhr):
es gibt doch den BDIH - http://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/bdih.htm ?! Oder halten Sie davon nichts? ich selbst kaufe nur BDIH-gprüfte Kosmetik, da habe ich ein sehr gutes Gefühl mit. Herzlichen Gruß, Jeanne Krog
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