Bewegen Sie sich - auch als Rheuma-Patient
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Rheuma
vom 9. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Das nasse Wetter, das im Moment herrscht, kann für Sie zur Qual werden – wenn Sie unter Rheuma oder Arthrose leiden. Kommt dann noch Kälte hinzu, werden die Beschwerden besonders stark.
Den Grund für die verstärkten Schmerzen kennen die Wissenschaftler noch nicht genau. Wahrscheinlich wird der Stoffwechsel durch die Kälte verlangsamt, was wiederum zu einem deutlichen Anstieg der Schmerzen führt.
Betroffene verspüren daher im Winter nur einen Wunsch: Sie möchten am liebsten im warmen Zimmer auf der Couch liegen bleiben und erst wieder nach draußen gehen, wenn der Frühling beginnt und es warm wird.
Doch damit tun Sie sich keinen Gefallen – auf Dauer werden Sie so nur noch unbeweglicher. Ihre Gelenke versteifen noch mehr, die Schmerzen werden noch stärker. Besser ist es, Sie bewegen sich auch jetzt jeden Tag. Dazu sollten Sie zu warmer Kleidung greifen. Die Bereiche, an denen sich Ihre Erkrankung bemerkbar macht, sollten Sie besonders schützen – und das schon, wenn die Temperatur 10 Grad Celsius unterschreitet. Tragen Sie zum Beispiel bei Fingerarthrose dicke Handschuhe. Sind eher Ihre Zehen betroffen, helfen Ihnen zum Beispiel Stiefel, die für extreme Minus-Grade geeignet sind. Diese erhalten Sie im Sportfachhandel oder beim Outdoor-Ausrüster.