Bewährt haben sich Botox-Spritzen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 8. April 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Schulmedizinisch wird eine Dystonie heute fast immer mit Botox-Injektionen behandelt. Das Gift (Botulinumtoxin), das das Bakterium Clostridium botulinum bei seiner Vermehrung bildet, hemmt die Signalübertragung von den Nerven auf die Muskelzellen. In niedriger Konzentration wird es lokal zur Behandlung der Dystonie eingesetzt. Es kommt zu einer Lähmung der Muskelfasern. Auch in der Kopfschmerztherapie hat sich Botulinumtoxin bewährt und in der kosmetischen Medizin hat es sich einen festen Platz erobert. Die Wirkung bei der Dystonie erklärt sich so: Die Nerven funktionieren zwar weiterhin falsch, doch die Muskeln werden dadurch nicht mehr beeinträchtigt. Sie bekommen praktisch nichts mehr mit.
Die Spritzen müssen sehr präzise verabreicht werden. Deswegen ist es empfehlenswert, wenn die Injektion von einem versierten Neurologen ausgeführt wird. Die Wirkung hält zwei bis drei Monate an. Bei einigen Betroffenen lässt die positive Wirkung des Giftes mit der Zeit leider nach. Dann wird die Behandlung ebenso wie bei besonders schweren Dystonien schwierig. Hier werden andere Medikamente wie L-Dopa, Anticholinergika, Benzodiazepine, Neuroleptika und Antiepileptika empohlen. Befriedigend ist das Ergebnis jedoch nicht.
Ein neuer Behandlungsansatz ist die Implantation eines Hirnschrittmachers ähnlich wie bei dem Parkinson-Leiden. Das Gerät soll die Aktivität der funktionsgestörten Nervenzellen lahmlegen. In den ersten Studien wurde damit bei schweren Dystonien eine Erfolgsquote von 60 Prozent erreicht. Viele Studienteilnehmer berichteten von einer Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Darüber hinaus kann ich Ihnen leider nichts raten, was Ihnen Ihr Leiden auf natürliche Weise erleichtern würde. Bei einigen Betroffenen hilft der Trick, die entsprechende Körperstelle anzutippen, um den Krampf zu lösen. Naturheilkundliche Hilfen sind mir leider nicht bekannt.
Sollten Sie Erfahrung mit diesem Leiden haben, schreiben Sie mir bitte, was Ihnen geholfen hat!
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Natalja (08.04. 2011 08:51 Uhr):
Ich glaube, dass homöopatisch das heilbar ist. Da ist ein Fall von Chorea beschriben: http://www.tisani-verlag.de/Chorea.pdf
Antworten - Kommentar von Doris (13.04. 2011 15:04 Uhr):
Die Menschen wären gut beraten sich mehr mit den geistigen "Praktiken" vertraut zu machen bzw. sich vielleicht erstmal über Lektüren, Vorträgen und mit Freunden u. Bekannten austauschen die schon länger sich mit diesen Themen befassen wie z.B. Quantenheilung etc. Dies hat alles keine Nebenwirkung und dient zur Entwicklung an sich selbst.
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