Bevorzugen Sie Qualität von der Stange
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 16. Mai 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Zunehmend wird auf den Märkten nicht nur weißer, sondern auch grüner und violetter Spargel angeboten. Die Farbe ist nicht auf unterschiedliche Sorten zurückzuführen, sondern auf den Zeitpunkt der Ernte. Weiße Stangen werden gestochen, bevor ihr Kopf das Tageslicht erblickt. Stößt der Kopf des Spargel aus der Erde, verfärbt er sich durch die Einwirkung von Licht und Sauerstoff erst violett, dann grün. Da der weiße Spargel am beliebtesten ist, werden die typischen Spargelwälle aufgehäufelt, damit der Spargel möglichst lange unterirdisch wachsen kann. Der dünne grüne Spargel wächst gänzlich überirdisch und hat einen herzhafteren Geschmack. Weißer Spargel wird bis auf die Spitze gänzlich geschält, grüner nur am unteren Ende.
Frisch gestochen schmeckt der Spargel am besten. Deshalb ist es ratsam, ihn - sofern möglich - direkt beim Spargelbauern zu kaufen. Ob der Spargel frisch ist, erkennen Sie an den Schnittflächen. Sind sie bräunlich verfärbt und trocken, sind die Stangen schon vor längerer Zeit gestochen worden. Ob Sie Stangen der Klasse Extra, I oder II kaufen, ist keine Frage des Geschmacks, sondern der Optik und Ihres Geldbeutels. Bis Sie den Spargel verarbeiten, sollten Sie ihn in ein sauberes, angefeuchtetes Geschirrtuch wickeln und kühl lagern.