Bevor Kränkungen Sie krank machen…
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 29. April 2010, 10:00 Uhr
GNL5356
Kränkungen machen krank. Weshalb das so ist und wie Sie sich dagegen wehren können, erfahren Sie gleich.
Außerdem: Wie Sie einem Muskelkater vorbeugen, indem Sie das Richtige essen.
Viel Spaß beim Lesen!
Dr. Dietmar Kowertz
Bevor Kränkungen Sie krank machen...
Kennen Sie das?: Ein schnell dahingesagter Satz, eine plötzliche Kritik, eine unerwartete Absage - all dies kann einen mitten ins Herz treffen. Nicht jeder kann solche Situationen souverän wegstecken, die meisten fühlen sich vor den Kopf gestoßen und sind zutiefst gekränkt. Verletzte Gefühle und belastende Situationen können auf Dauer das körpereigene Immunsystem schwächen und uns anfälliger gegenüber Erkrankungen machen - mal ganz abgesehen von den psychischen Problemen, die daraus folgern können.
Mit diesen drei Tipps lernen Sie, in solchen Situationen besser zu reagieren, sie besser einzuordnen und nicht alles gleich persönlich zu nehmen.
1. Analysieren Sie Ihre Reaktion. Lernen Sie zu unterscheiden, ob es sich um „normalen" Ärger handelt, oder ob Sie wirklich im Innersten zutiefst gekränkt sind. Haben Sie das Bedürfnis, es Ihrem Gegenüber heimzuzahlen? Keimt da so was wie ein Schrei nach Rache in Ihnen auf? Diese Gefühle kennzeichnen eine typische Kränkungssituation.
2. Suchen Sie nach Ihrem wunden Punkt. Wieso hat Sie gerade diese Äußerung/diese Situation zutiefst betroffen gemacht? Welche Kränkungen erleben Sie immer wieder? Reagieren Sie sofort unangemessen heftig? Dann hat Ihr Gegenüber Ihren wunden Punkt genau getroffen.
3. Überwinden Sie Ihren verletzten Stolz. Das Bedürfnis nach Rache ist natürlich, bringt Sie aber nicht weiter. Besser ist es, Sie denken einen Moment darüber nach und suchen das Gespräch mit der kränkenden Person und erklären ihr, was Sie betroffen macht. Wenn das nicht möglich sein sollte, wiederholen Sie das Gespräch in Gedanken und setzen sich mit Ihrem Gegenüber in Ihrer Fantasie auseinander. Oder Sie schreiben sich den Ärger von der Seele, z.B. in einer Mail, die Sie nie abschicken.