Besser schlafen mit Hopfen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Hopfen
vom 25. Juni 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
als modernes Zier- und Rankgewächs kennen Sie die Pflanze mit den eigenartigen Blütenständen garantiert. Doch auch als Arznei ist Hopfen (Humulus lupulus) seit Jahrhunderten ungeschlagen: Als Mittel gegen Nervosität, depressive Verstimmung und Schlafstörungen hat er ganzen Generationen geholfen. Wirklich berühmt ist die Hopfenpflanze allerdings geworden, weil sie eine der wichtigsten Ingredenzien des Bieres ist. Bereits im frühen Mittelalter wurde Hopfen verwendet, um dem Gebräu den typischen bitteren Biergeschmack zu verleihen. Zudem konservieren die Inhaltsstoffe des Hopfens das Getränk und machen es schaumiger.
Das wichtigste gesundheitliche „Einsatzgebiet" des Hopfens sind Schlafstörungen. Seine Wirkung ist offiziell wissenschaftlich anerkannt. Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Allerdings soll Hopfen nicht bei Depressionen angewendet werden, da er diese verstärken kann.
Sie können einige Tropfen Hopfenöl aus Apotheke oder Bioladen (allerdings nie unverdünnt) oder ein bis zwei Hand voll frisch gepflückte Hopfenzapfen Ihrem abendlichen Bad zugeben, um Verspannungen zu lösen und einen erholsamen Schlaf zu fördern. Auch Beschwerden während der Wechseljahre werden durch Hopfenbäder gelindert sowie eine ermüdete Libido wieder geweckt.
Für eine Schlaf fördernde Hopfenmilch lassen Sie zwei Teelöffel Hopfenzapfen mit einem Teelöffel Honig und einer großen Tasse Milch kurz aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen, abseihen und vor dem Schlafengehen in kleinen Schlucken trinken. Für ein sanftes Schlummern können Sie auch getrocknete Hopfenzapfen in ein kleines Kopfkissen füllen und auf Ihr großes Kopfkissen neben Ihren Kopf legen. Durch die Körperwärme entwickeln sich beruhigende Hopfendämpfe.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider