Beim Meditieren spielt sich Ähnliches ab wie beim Beten
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 2. November 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Die amerikanische „Washington Post" berichtete unlängst von einer verstärkten Anstrengung von Wissenschaftlern rund um die Welt, mit der Suche nach einem Gott „die kühnste Grenze der Hirnerkundung" zu überschreiten. Daraus hat sich flugs eine neue Forschungsrichtung entwickelt - die Neurotheologie. Das sind ihre ersten Erkenntnisse: Gebete reinigen nicht nur die Seele, sie sind auch gut für das körperliche Wohlbefinden. Die Andacht sorgt beispielsweise dafür, dass die Atmung ruhiger und gleichmäßiger wird. Der Sauerstoffverbrauch verringert sich im bis zu einem Drittel. Der Hautwiderstand nimmt ab, das ist ein deutliches Zeichen für Entspannung. Das wirkt sich positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Das Aufsagen eines Rosenkranzes - so ein britisches Wissenschaftsmagazin - verringert die Atemfrequenz auf sechs Atemzüge pro Minute und bringt so den ganzen Organismus zur Ruhe.
Auch Menschen, die keiner bestimmten Glaubensrichtung angehören und nicht beten, können von der Kraft der Andacht profitieren, indem sie sich Versenkungs- oder Meditationstechniken zuwenden, sagt die neueste Forschung: Das konzentrierte Wiederholen eins Gebets oder Mantras, bewirke eine Tiefenentspannung, eine Loslösung vom Alltag und könne dazu führen, sich mit einer höheren Macht oder Energie verbunden zu fühlen. Also müsse es noch eine andere Lösung geben als den Glauben allein. Deshalb versuchen die Forscher nun herauszufinden, was beim Beten und in der Andacht im Gehirnpassiert. Doch was auch immer die neurotheologische Forschung noch hervorbringen mag: Der Glaube an eine höhere Macht wird fest im Leben des Menschen verankert bleiben. Sicher lassen sich religiöse Gefühle durch Gehirnschaltkreise erklären. Dennoch bleibt eine Frage: Wer war derjenige, der sie erfunden, entwickelt und gelegt hat?
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Helfried Naumann (02.11. 2011 10:27 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, die Gedanken, die Sie in Ihrer heutigen Mail transportieren sind sehr interessant und man kann zu diesem Themenkreis ein sehr eindrucksvolles Buch der Autoren Küstenmacher, Haberer sehr empfehlen: 'Gott 9.0'. Dort werden alle Stufen der Menschheitsentwicklung mit Glaubensentwicklung in Verbindung gebracht und Stufen von Religionweiterentwicklungen so umfassend beschrieben, dass das gesamte Glaubens- bzw. Nichtsglaubensspektrum sich offenbart. Dieses Buch ist eine eindruckvolle Quelle zu diesem Themenkomplex. Mit freundlichen Grüßen Helfried Naumann
Antworten - Kommentar von Lothar (02.11. 2011 13:08 Uhr):
Wie gut wieder zum Bewährten (Glaube an GOTT) zurückzukehren !! Dazu braucht man keine Kirche, sondern nur eine Gemeinschaft der Gläubigen.... in welcher Form auch immer. Meditation ist keinesfalls mit dem Gebet zu vergleichen ....
Antworten - Kommentar von Karlheinz Rainer (02.11. 2011 18:03 Uhr):
Was oftmals nicht berücksichtigt und unterschieden wird, ist, dass beim Beten der Gott angerufen werden sollte, dessen Schöpfung wird sind: es ist dies der Gott der Bibel. Alles andere, ob das Beten zu Heiligen usw. oder das Meditieren (Mantras aufsagen usw.) beinhaltet die Gefahr der Öffnung für andere, transzendente, Mächte, die dann eben auch dämonischer Natur sein können. Auswirkungen (äußerlich, innerlich) mögen zwar jeweils ähnlich erscheinen, sind aber nicht gleich, weil evtl. eine 'unreine' Quelle angezapft wurde; mit evtl. langfristig negativen Ergebnissen. Die Frage ist hier nicht, was ist "Geschmackssache", sondern, wo werde ich die Ewigkeit verbringen? All unser Tun hat entsprechende, auch ewige Konsequenzen, so auch das Beten oder das Meditieren. Esoterik z.B. verbindet Sie mit den Gottheiten des Hinduismus; das Beten zu Jesus Christus verbindet mit dem Vater des Lichts.
Antworten - Kommentar von Klaus (03.11. 2011 01:52 Uhr):
Liebe Frau Schneider, schon seit längerem befasse ich mich mit mentalen Techniken und den verblüffenden Ergebnissen. Auch mir fiel auf, daß es viele Parallelen zum Beten gibt. Mit Ihrem Schlußsatz über den Erfinder der Gehirnschaltkreise haben Sie mir aus der Seele gesprochen. Danke! Danke auch für Ihre immer sehr informativen Beiträge! Herzliche Grüße Klaus Wenkemann
Antworten - Kommentar von Marie Luise (05.11. 2011 15:11 Uhr):
Guten Tag Frau Schneider auf die letzte Frage gibt es für mich ,nur eine einzige Antwort: GOTT- der Ursprung von allem. Ihre Ausführungen gefallen mir sehr. Danke und ein sonniges Wochenende wünsch ich.
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