Beikost mit Fisch schützt vor Ekzemen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Fisch
vom 21. Dezember 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Jahrelang wurde Eltern allergiegefährdeter Babys empfohlen, auf Fisch im ersten Lebensjahr zu verzichten. Laut einer aktuellen norwegischen Studie wirkt sich Fisch aber günstig aus. Danach haben Kinder, die im ersten Lebensjahr mindestens einmal pro Woche Fisch bekommen, ein deutlich reduziertes Risiko, an Neurodermitis zu erkranken.
Wissenschaftler der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität in Trondheim nahmen 3.086 schwangere Frauen in ihre Studie auf und beobachteten deren Kinder bis zum Alter von zwei Jahren.
Fisch in der Beikost wirkte sich günstig aus. Er wurde den norwegischen Babys meist ab einem Alter von neun Monaten angeboten. Kinder, die mindestens einmal pro Woche Fisch erhielten, hatten ein um 38 Prozent geringeres Risiko, bis zum Alter von zwei Jahren an einem Ekzem zu erkranken, als die Kinder, die weniger Fisch aßen.
Fetter Fisch (z. B. Lachs) konnte das Ekzemrisiko sogar um 79 Prozent reduzieren. Auf das Asthmarisiko wirkte er sich hingegen nicht aus.
Mein Tipp: Inzwischen gibt es auch in Deutschland erste Babymenüs mit Fisch, z. B. Nestlé NaturNes Kartoffeln, Spinat und Lachs (Fischanteil 16 Gramm pro Portion) oder Hipp Tagliatelle mit Seefisch in Rahmbrokkoli (Fischanteil 26,4 Gramm), beide ab dem 8.Monat. Da Fisch mit Schadstoffen wie Quecksilber belastet sein kann, sind fertige Babymenüs sicherer, da sie streng schadstoffkontrolliert sind. Wenn Sie selbst Fisch kaufen, haben Sie diese Gewissheit nicht - auch nicht bei Bio-Fisch.