Bei Untergewicht verwertet Ihr Darm die Nährstoffe nicht ausreichend
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 18. August 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind fast immer mit Untergewicht verbunden. Die entzündete Darmschleimhaut ist in ihrer Verdauungsfähigkeit eingeschränkt. Es kommt zu einer verminderten Aufnahme der Nährstoffe. Mineralstoffe, Eiweiße und Fette werden einfach wieder ausgeschieden, ohne verwertet worden zu sein. Insgesamt essen die Betroffenen auch seltener und weniger, weil sie in ständiger Angst vor Durchfall, Unverträglichkeitserscheinungen und negativen Auswirkungen auf ihr Krankheitsgeschehen leben.
Vielen Untergewichtigen fehlt der Appetit. Appetitlosigkeit ist eines der häufigsten Symptome bei akuten und chronischen Erkrankungen. Bei akuten Krankheiten ist sie oft verbunden mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber. Manche Krankheiten entziehen dem Körper aber auch so viel Energie, dass der Darm die Verdauung nicht mehr gewährleisten kann. Das passiert häufig bei Krebserkrankungen, Herzschwäche, schweren Atemwegserkrankungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Galle oder der Nieren.
Auch Medikamente wie Antibiotika, Rheuma- oder Schmerzmittel oder ein Mangel an Mineralien oder Spurenelementen können zu Appetitlosigkeit führen.
Appetitmangel im mittleren Lebensalter hängt häufig mit Depressionen oder psychischen Überlastungssyndromen zusammen. Dann macht der Magen regelrecht „dicht".