Bei Muskelkrämpfen probieren Sie es mal mit Chinin
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 26.02.2008 05:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leser,
„Ich treibe relativ viel Sport und werde häufig von Wadenkrämpfen geplagt. Was kann ich da tun? Ist es sinnvoll deswegen zusätzlich ein Magnesium-Präparat einzunehmen?“ Das wollte Josef K. (64) aus Berlin von mir wissen.
Magnesium ist in der Tat ein Mineralstoff, der im Körper eine besondere Rolle spielt. Deswegen brauchen Sie ausreichende Mengen davon. Magnesium ist an der Bildung von etwa 300 Enzymen in Ihrem Körper beteiligt. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Mineralisierung der Knochen, bei der Reizübertragung im Nervensystem sowie der Speicherung und Freisetzung von Hormonen. Und – wie Sie richtig vermuten – ist Magnesium an der Kontraktion der Muskeln beteiligt. Dabei sollten Sie vor allem daran denken, dass auch Ihr Herz ein Muskel ist und Magnesium benötigt. Darüber hinaus wirkt das Mineral wie ein natürliches Beruhigungsmittel.
Ein Magnesiummangel macht sich an diesen Symptomen bemerkbar:
- Gefühllosigkeit oder Kribbeln in Händen und Füßen
- Schwächegefühl in den Muskeln
- Muskelkrämpfe
- Zittern
- Gereiztheit, Nervosität, Stimmungsverschlechterung
- Schlafprobleme
- Herzrhythmusstörungen
Wenn Sie sich normalerweise mit einer möglichst frischen und ausgewogenen Mischkost ernähren, sollte Ihr Bedarf an Magnesium gedeckt sein. Sie brauchen dann kein zusätzliches Magnesium zuzuführen.
Essen Sie auf alle Fälle mehr magnesiumreiche Nahrungsmittel. Der Mineralstoff kommt in den meisten tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Besonders reich an Magnesium sind Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. Gute Lieferanten sind auch grüne Gemüsesorten, die meisten Mineralwässer, hartes Leitungswasser, Fleisch, Fisch und Milch.
Machen Sie einen Bogen um fertig zubereitete Lebensmittel
Bereiten Sie sich Ihre Speisen lieber frisch zu. Reduzieren Sie Ihren Fettkonsum, dann kann Ihr Darm das Magnesium besser aufnehmen. Sparen Sie Kochsalz ein, denn Salz fördert die Magnesium-Ausscheidung Ihres Körpers. Auch Alkohol begünstigt die Magnesium-Ausscheidung.
Mehr über Ihren Magnesiumbedarf lesen Sie in meinem nächsten Beitrag!
Ihr
Helmut Erb
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