Bei Hühneraugen besser Fußpflege beim Profi
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 25. Januar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
"Ich habe einige unangenehme Hühneraugen, die mir viel Schmerzen bereiten. Mein Hausarzt meint, ich hätte jahrelang das falsche Schuhwerk getragen und sollte die lästigen Knubbeln von einer Podologin behandeln lassen. Was halten Sie davon?" Das fragte mich Leserin Dora gestern. Wenn Sie größere Probleme mit Hühneraugen haben, sind Sie bei einer speziell ausgebildeten medizinischen Fußpflegerin (Podologin) besser aufgehoben als wenn Sie an sich selbst herumdoktern. Mit einem Hühnerauge wehrt sich Ihr Fuß gegen einen zu großen Druck auf Hautpartien, die einen Knochen überziehen. Dort stoßen sie auf Nervenenden und können höllische Schmerzen verursachen. Die Hornhaut wächst dabei nach innen in die Haut, wobei sich eine Art kegelförmiger Zapfen ausbildet. Gerne bilden sich Hühneraugen an der Außenseite der kleinen Zehen. Schuld sind schlecht sitzende, zu enge Schuhe, zu hohe Absätze, abgelaufene Sohlen und einseitige Belastungen. Sie entstehen also genau dort, wo Sie "der Schuh drückt". Das Abheilen von Hühneraugen gelingt folglich nur über "vernünftiges" Schuhwerk.
Diese kleinen nützlichen Hilfsmaßnahmen nehmen Ihren Füßen den Druck:
Hühneraugenpflaster: Die in ihnen enthaltene Salizylsäure macht die Haut weich.Dann können die Hühneraugen besser behandelt und "ausgehoben" werden.
Polster in den Schuhen: Durchgetretene Füße etwa bei Spreizfüßen oder Ballenzehen führen nicht nur zu einer Verformung der Gelenke, sondern auch zu einer Verkürzung der Sehnen. Die Zehen lassen sich dann irgendwann nicht mehr strecken. Spezielle Polster und Pflaster können den Druck der Schuhe auf die Zehen abdämpfen.
Ringpflaster für Ballenzehen: Sie werden um den Ballen gelegt, nehmen den Druck vom Ballen weg und verteilen ihn auf den Fuß.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Priwall (25.01. 2012 10:00 Uhr):
Ihr Beitrag zu dem og. Thema finde ich gut, da sie eine Podologin empfehle. Ich bin Podologin, daher muss ich vom Hühneraugenpflaster abraten. Es kann zu Entzündungen im Hautarel um das Hühnerauge kommen wenn das Pflaster nicht richtg angebracht wird. Die Arbeit bei der Podologin wird auch erschwert, da die Haut durch das Pflaster sehr gerne mazeriert und dadurch sich schlecht bearbeiten lässt. Mein Empfehlung ist Druckschutz tragen und für eine Druck entlasstung sorgen, evt. Schuhe ändern oder Einlagen tragen, wichtig ist erst zur Podologin die die richtigen Ratschläge geben kann.
Antworten - Kommentar von sarah (25.01. 2012 10:14 Uhr):
ha mal folgenden tipp gegen spreizfüße gelesen: große zehe immer wieder sanft gerade ziehen, überhaupt füße massieren, bewegen, krappeln. bilde mir ein, es nützt!
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