Bei der Massage dürfen Sie in warmem Öl schwelgen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 5. Oktober 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Bei der Massage - oft ausgeführt von zwei Therapeuten gleichzeitig - wird in regelmäßigen Abständen warmes Pflanzenöl mit sanften Güssen auf spezielle Energiepunkte (Marmas) aufgetragen und nach einem genau festgelegten Ablauf am ganzen Körper (ausgenommen der Genitalbereich) einmassiert. Der Masseur verteilt das Öl in sanften, streichenden und sehr gefühlvollen Bewegungen von der Stirn bis zu den Zehen. Auch Kopfhaut und Haare werden nicht ausgespart. Tiefes Einatmen und bewusstes Nachspüren sollen die innerlich und äußerlich reinigende Wirkung verstärken. Da während der Behandlung sehr viel Öl fließt, liegen Sie auf einer speziellen Massage-Liege etwas vertieft auf einer gummierten Unterlage. Mit der Zeit gewinnen Sie den Eindruck, in warmem Öl zu schwimmen - das ruft tiefe Erinnerungen an die Geborgenheit des Mutterleibes hervor. Das tut vor allem Ihrer Seele gut. Regelmäßig angewendet führt Abhyanga neben den positiven körperlichen Wirkungen vor allem zu einer deutlichen Verbesserung der seelischen Verfassung.
Je nachdem, ob Sie ein Vata-, Pitta- oder Kaphatyp sind, wenden die Abhyanga-Therapeuten unterschiedliche Öle und Handgriffe an. Mit Händen und Unterarmen verabreichen sie die Massage entweder mit viel Druck und starken Bewegungen oder eher sanft und langsam. Das verwendete Sesam-, Sonnenblumen- oder Kokosöl soll die "Entschlackungskanäle" (Srotas) des Körpers öffnen und "Gifte" ausleiten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ina van der Does (05.10. 2010 10:06 Uhr):
Guter Beitrag zur ayurvedischen Ölmassage Abhyanga. Nur heisst es Sanskrit anstatt Sankrit, was wohl nur ein Schreibfehler ist. Herzliche Grüße an die Autorin von der alten Freundin und Ayurveda-Therapeutin iNA.
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