Beachten Sie beim Fischkauf meine Tipps
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Fisch
vom 6. Februar 2012, 05:00 Uhr
GNL5356
Fischkauf ist vor allem eine Vertrauenssache. Ihr Fischhändler sollte deshalb absolut top sein und allergrößten Wert auf Qualität und Frische legen. Billige Sonderangebote gehören nicht in ein gutes Fischgeschäft. Kaufen Sie Fische, die das MSC-Siegel tragen oder Fische mit Biozertifikaten.
Da Fisch eine sehr empfindliche Ware ist, kommt es sehr darauf an, dass er vom Fang bis zur Zubereitung in der Küche schnell und hygienisch verarbeitet wird. Wenn er nicht ständig auf Eis gelagert wird, setzt schon kurz nach dem Fang der Fäulnisprozess ein. Das Fleisch wird weich, die Augen sinken ein und werden trübe, die Kiemen verfärben sich dunkelrot bis bräunlich. Der Fisch verbreitet den typischen Fischgeruch. Wenn Ihnen dieser Geruch in die Nase steigt, sollten Sie den Fisch nicht kaufen und nicht verzehren. Das gilt auch für bereits zubereiteten Fisch - etwa im Restaurant - den ein fischiges Odeur umgibt.
Daran erkennen Sie, ob der Fisch fangfrisch ist:
- Er hat pralle Augäpfel mit schwarzglänzenden Pupillen.
- Die Haut ist kräftig, je nach Sorte auch deutlich gefärbt und von einer wasserklaren Schleimschicht überzogen.
- Die Kiemen sind hellrot oder dunkelrot und ohne Schleim.
- Wenn Sie auf den Fisch drücken, sollte dies keine Dellen hinterlassen.
- Frischer Fisch riecht nicht unappetitlich, sondern angenehm nach Seetang und Meer. Riecht er fischig, ist er verdorben. Riecht er gar nach Ammoniak, dann haben Bakterien bereits giftige Stickstoffverbindungen gebildet.
- Im Geschäft muss der Fisch gut gefühlt gelagert werden. Wärmequellen und Lampen müssen möglichst weit entfernt sein von der Ware. Das Kühleis muss regelmäßig erneuert werden. Es darf sich kein Tauwasser sammeln, sonst bilden sich hier Verunreinigungen und Brutstätten für Krankheitserreger.
- Ganze Fische und Filets gehören in Styroporkisten tief in das Eis gepackt. Sie sollten direkt aus den Kisten verkauft werden.
- Tiefgefühlter Fisch darf nicht als Frischfisch verkauft werden, wenngleich tiefgefrorener Fisch oft besser ist als sein Ruf. Denn meist werden die Tiere gleich nach dem Fang auf minus 18 Grad Celsius schockgefroren und sind somit frischer als „frische" Fische, die meist bereits drei bis zehn Tage vor dem Verkauf auf Eis gelegen haben.
- Dekorationen wie Petersilien- und Dillsträußchen, Zitronenscheiben, Fangnetze und rustikale Holzkörbe haben in direkter Nähe des Fisches nichts zu suchen, denn sie können Keime übertragen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Rainer Seifert (07.02. 2012 02:58 Uhr):
Das is ja man alles wahr, aber welcher Händler lässt mich den mit meinen Pfoten auf den Fisch drücken oder dran riechen, um zu prüfen, ob er frisch ist. Bleibt also die Sichtprüfung. Übrigens bewundere ich die Leute an der Fischtheke immer, wie die es schaffen, keinen verdorbenen Fisch anzubieten. Fisch hält sich nun mal nicht lange frisch und nicht alles wird so schnell verkauft. Ich halte mich da lieber an meinen "PLattfisch", sprich Seelachs aus dem Gefrierfach. Und außerdem immer mal einen schönen Bismarck-Hering.
Antworten - Kommentar von Elisanna Lennert (07.02. 2012 13:35 Uhr):
Sehr geehrter Herr Erb, vielen Dank für diesen Artikel! Leider funktioniert der Link zu der Liste der biozertifizierten Zuchtbetriebe nicht. Lässt sich das vielleicht ändern? Mit freundlichen Grüßen, E. G. Lennert
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