Ballenzehen: So werden Ihre Füße wieder fit
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Hallux Valgus
vom 6. September 2010, 05:00 Uhr
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der Hallux valgus ist ein schmerzhaft verformter Ballenzeh. Allein etwa acht Millionen Frauen sollen darunter leiden. Bei den Männern sind es zwei bis drei Millionen. Bislang waren die üblichen Verdächtigen schnell ausgemacht: zu kleine, zu enge und zu hohe Schuhe. Stimmt nicht, sagen jetzt Experten, und entlasten damit die Liebhaberinnen schöner Schuhe.
Der schmerzhafte Großenzehenballen plagt immer jüngere Menschen. Da er zudem im Endstadium von ganz allein nach engen Schuhen aussieht, wenn sich nämlich der "große Onkel" schräg über seine kleineren Mitstreiter schiebt, galten Frauenschuhe über viele Jahrzehnte als Übeltäter ausgemacht. Vor allen bei hohen Absätzen werden die Zehen auf Schritt und Tritt in diese schräge Form gepresst. Das wirkt zwar bestärkend auf die Entwicklung eines Ballenszehs, dennoch ist in den meisten Fällen eine erbliche Veranlagung vorhanden. Meist haben Mutter und Großmutter ebenfalls unter Ballenzehen gelitten, bei denen sich der erste Mittelfußknochen so nach außen schiebt, dass ein hässlicher Ballen herausragt. Übergewicht und Bewegungsmangel sind weitere Risikofaktoren.
Doch der Zehennotstand ist nicht nur ein optisches Problem. Der Hallux valgus - wie die Erkrankung medizinisch heißt - gehört zu den schmerzhaftesten Veränderungen am Fuß: Im Anfangsstadium treten die charakteristischen Schmerzen und eine Rötung an der Außenseite des Ballens nur bei Belastung oder beim Tragen von festen Schuhen auf. Später kommt es dann zu unerträglichen Schmerzen an den Mittelfußköpfchen. Sie klingen auch durch das Tragen von weichen und gepolsterten Schuhen nicht mehr ab. Das rührt daher, dass der Fuß nicht mehr korrekt über den großen Zeh abgerollt wird. Die Folge ist eine Überlastung der übrigen Vorfußstrukturen. Ist der Ballen erst einmal richtig deformiert, passt der Fuß in keinen Schuh mehr.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, wie Sie das verhindern können.
Machen Sie es besser!
Ihr Helmut Erb
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