Ballaststoffe statt mit Abführmittel – so rutscht’s besser
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Ballaststoffe
vom 18. Juli 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
leider sind gerade sportliche Menschen oft ungeduldig und greifen leichtfertig zu Abführmitteln, wenn sie glauben, dass sie nicht oft genug Stuhlgang haben. Manche glauben auch, dass sie dadurch abnehmen könnten. Das kann nicht nur zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen (Entwässerung) führen, sondern auch eine Verstopfung verursachen oder verschlimmern.
Die meisten Menschen glauben, dass sie jeden Tag auf die Toilette müssen und machen sich schon Sorgen, wenn mal ein Tag dazwischen liegt. Das ist falsch. Die Spannbreite liegt zwischen 3-mal täglich und 3-mal wöchentlich. Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus. Von einer Verstopfung spricht man, wenn wöchentlich der Darm seltener als alle zwei bis drei Tage entleert wird oder der Stuhl zu hart ist, nur unter starkem Pressen oder mit einem Gefühl der unvollständigen Entleerung abgesetzt werden kann.
Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die Ihr Darm nicht verdauen kann und mit dem Kot wieder ausscheidet. Daraus ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:
- Ballaststoffe binden bereits im Magen viel Wasser und quellen stark auf. Dadurch füllen Sie rasch den Magen und sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.
- Im Darm erhöhen sie die Menge des Stuhls, da sie auch hier viel Wasser an sich binden. Diese vermehrte Masse stimuliert die Darmwände, die darauf hin aktiver wird und den Nahrungsbrei schneller aus dem Darm befördert. Gleichzeitig wird der Stuhl wegen seines Wassergehalts weicher, das verhindert Verstopfung und macht den Gang zur Toilette entspannter.
- Ballaststoffe entfalten einen positiven Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel.
- Zudem tragen sie zur Entgiftung Ihres Organismus bei. Denn einerseits können sie im Darm unerwünschte Stoffwechselprodukte an sich binden, andererseits beschleunigen sie die Passage der Nahrungsreste durch den Darm, so dass womöglich Krebs erzeugende Stoffe nur kurz mit der Darmwand in Berührung kommen. Es ist denkbar, dass Ballaststoffe auf diese Weise vor Dickdarmkrebs schützen.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb