Ballaststoffe schützen Sie vor Darmdivertikeln
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Darmdivertikel
vom 29. August 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
mit zunehmendem Alter bilden sich heute bei vielen Menschen gehäuft so genannte Darmdivertikel aus. Das sind kleine sackförmige Ausstülpungen meist an der Wand des Dickdarms im unteren Abschnitt. Bei einem kleinen Prozentsatz der Betroffenen können sich die Divertikel entzünden und größere Probleme machen, wenn sich Kotreste in ihnen festsetzen.
Als eine der Ursachen für die Ausbildung solcher Ausstülpungen gelten industriell gefertigte Nahrungsmittel und ein Mangel an Ballaststoffen. Auch Bewegungsmangel scheint eine Rolle zu spielen. Eine ballaststoffarme Kost mit einem zu geringen Anteil an Obst und Gemüse führt dazu, dass der Nahrungsbrei zu langsam transportiert wird und oft zu fest ist. Um diese feste Masse weiter zu transportieren, muss sich Ihr Darm extrem anstrengen. Dabei baut sich Druck auf. Wenn dieser zu groß wird, weicht die Darmwand an bestimmten Stellen aus und stülpt sich nach außen - meist an Stellen, an denen das Bindegewebe schwach ist oder Blutgefäße in die Darmwand einziehen.
In den meisten Fällen verursachen die Divertikel keinerlei Symptome. Häufig werden sie bei routinemäßigen Darmuntersuchungen entdeckt. Bemerkbar machen können sich diese Ausstülpungen jedoch auch durch Bauchweh, Blähungen, unregelmäßigen Stuhlgang, häufigen Stuhldrang und Verstopfung. Wenn Sie anhaltend Beschwerden haben, die auf Divertikel hindeuten, sollte dies natürlich ärztlich abgeklärt werden.
Lesen Sie im nächsten Beitrag, wie Sie die Ausbildung von Darmdivertikeln vermeiden können.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider