B-Vitamine schützen Sie vor dem Verlust von Gehirnmasse
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 13. September 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Passend zum ersten Artikel des heutigen Newsletters, wie gut Vitalstoffe Ihrer Gesundheit helfen, habe ich eine Studie von Forschern aus Oxford und Norwegen gefunden. Diese besagt, dass die tägliche Einnahme von B-Vitaminen Ihnen helfen kann, einer Demenz vorzubeugen, indem sie das Schrumpfen der Gehirnmasse stark verringern. Dieser Schrumpfungsprozess ist natürlich und gehört zu den Alterungsvorgängen - rund 0,5 % schrumpft das Gehirn nach dem 60. Geburtstag jedes Jahr. Bei milden Gedächtnisstörungen, dem so genannten mild cognitive impairment (MCI) beträgt der Schrumpfungsvorgang 1 % pro Jahr, bei Alzheimerpatienten sogar 2,5 %.
Die Wissenschaftler hatten über 160 Freiwillige über 70 Jahre, die unter MCI litten zwei Jahre lang beobachtet. Ein Teil der Teilnehmer erhielt hohe Dosen an Vitamin B6 und B12, die anderen ein Placebo.
Das Ergebnis: Diejenigen, die die B-Vitamine einnahmen, zeigten eine um 50 % geringere Gehirnschrumpfung als die Teilnehmer der Placebogruppe. Die Forscher vermuten, dass der Grund dafür darin zu suchen ist, dass B-Vitamine die Ausschüttung von Homocystein regulieren. Es handelt sich dabei um eine Aminosäure, die an der Entstehung von Alzheimer, aber auch an der Schrumpfung des Gehirns beteiligt sein soll.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerald Berlin (13.09. 2010 19:52 Uhr):
Guten Abend Frau Dr. Hahn-Hübner, ihren Artikel über Vitamin B in Zusammenhang mit Homocystein und möglichen Auswirkungen auf eine Verzögerung des Demenzprozesses fand ich sehr interessant da ich selber an einem überhöhten Homocysteinspiegel leide. Nur eine Frage dazu: In welchen Bereichen spielen sich Ihre Angaben von hohen Dosen B6 bzw. B12 ab? Und ist dann zusätzliche Folsäure erforderlich? Vielen Dank für eine - unverbindliche - Auskunft. Gerald Berlin
Antworten - Kommentar von E Bleidistel (14.09. 2010 14:05 Uhr):
Wenn möglich, sollten Sie sich bemühen, bei diesen wichtigen Ergebnissen immer Angaben zur Dosierung zu machen. Unter hoch dosiert kann man sehr unterschiedliche Mengen vermuten. Dann wären diese Aussagen noch nützlicher. Danke.
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