Ernährung
Vata, Pitta oder Kapha – Ihr Naturell entscheidet über die richtige Kost
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Im Ayurveda gibt es keine pauschalen Ernährungsvorschriften. Welche der sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen Sie bevorzugen sollten, richtet sich nach Ihrem Konstitutionstyp. In diesem Beitrag haben wir Ihnen jeweils die wichtigsten Ernährungstipps zusammengestellt. Die meisten lassen sich ganz einfach in die Tat umsetzen. Dafür müssen Sie keine exotischen Gerichte kochen – einheimische Produkte genügen vollkommen.
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Grundsätzlich gingen die indischen Gelehrten, die den Ayurveda geprägt haben, davon aus, dass jeder Mensch instinktiv die für seinen Konstitutionstyp – also Vata, Pitta oder Kapha – geeigneten Nahrungsmittel zu sich nimmt. Doch im Zeitalter von Tiefkühlkost und Kantinenessen ist vielen Menschen diese von Natur aus gegebene Fähigkeit leider verloren gegangen.
Daher ist eine der wichtigsten Empfehlungen von Ayurveda-Therapeuten: Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten so oft es geht selbst zu, und zwar mit frischen Lebensmitteln, die Sie selbst ausgesucht haben.
Die Ayurveda-Küche setzt vor allem auf pflanzliche Produkte wie Getreide, Hülsenfrüchte oder Wurzelgemüse. Auf Fleisch wird nicht grundsätzlich verzichtet, allerdings sollten Sie Geflügel den Vorzug vor Schwein oder Rind geben. Abends sollten Sie grundsätzlich kein Fleisch mehr essen.
Das bevorzugte Getränk ist Wasser. Beispielsweise ist es üblich, morgens als Erstes ein Glas warmes Wasser zu trinken. Das regt die Verdauung an und weckt die Lebensgeister. Alkohol taucht in ayurvedischen Mahlzeiten dagegen nicht auf.
Insgesamt sind dies keine „exotischen“ Ernährungstipps, sondern auch unsere moderne Ernährungswissenschaft sieht eine solche Lebensweise grundsätzlich als gesund und vollwertig an.
Übrigens: Um sich nach den Ernährungsregeln des Ayurveda zu richten, müssen Sie nicht stets indisch kochen. Das ist auch mit den bei uns gebräuchlichen Lebensmitteln möglich.
Süßes ist erlaubt und erwünscht
Der Ayurveda teilt die Nahrungsmittel vor allem nach ihren Geschmacksrichtungen ein. Dabei kommt dem Geschmack „süß“ eine sehr wichtige Rolle zu. Er gilt nicht wie in der westlichen Ernährungslehre als grundsätzlich schlecht. Allerdings sind im Ayurveda damit nicht etwa nachträglich gesüßte Lebensmittel wie Cola oder Schokolade gemeint, sondern Nahrungsmittel, die von Natur aus eine süßliche Note aufweisen, z. B. Getreide, Fleisch, ungesäuerte Milchprodukte oder auch Fette. Süße Speisen verleihen Kraft, sind sättigend und sie wirken laut Caraca, einem der Urväter des Ayurveda, „besänftigend auf alle sechs Sinne“.
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