Wie finden Sie einen geeigneten Therapeuten? Das ist in Deutschland nicht einfach. Denn hier hat sich eine Ayurveda-Richtung etabliert, die mit dem ursprünglichen Verfahren nur noch wenig gemein hat: der so genannte Maharishi-Ayurveda.
Die Bezeichnung geht auf den in den 70er Jahren als Guru der Beatles bekannt gewordenen Maharishi Mahesh Yogi zurück. Er propagiert zusammen mit dem Ayurveda auch die Transzendentale Meditation (TM) – eine Meditationstechnik, durch die selbst das Fliegen möglich sein soll.
Maharishi und seine Anhänger haben im Jahr 1985 den Ayurveda für ihre Ziele entdeckt und sich den Namen „Maharishi-Ayurveda“ als Marke schützen lassen. Kritiker sehen darin lediglich das Bestreben, durch die Ayurveda-Therapien und den Verkauf selbst entwickelter Medikamente die TM-Bewegung zu fördern und zu finanzieren.
Maharishi-Ayurveda: nur Wellness und Entspannung
Die Ausbildung der Therapeuten beschränkt sich beim Maharishi-Ayurveda oft nur auf wenige Wochenenden. Aus unserer Sicht spricht absolut nichts dagegen, diese Angebote wahrzunehmen. Ihnen sollte jedoch klar sein, dass der Ayurveda hier lediglich eine Wellness- oder Entspannungs-Therapie ist. Lassen Sie sich durch die Therapeuten keinesfalls gegen Ihren Willen zum Beitritt in die TM-Sekte drängen.
Selbst vielen Medien sind diese Verbindungen zwischen etlichen deutschen Ayurveda-Angeboten und der Maharishi-Sekte offensichtlich unbekannt. Denn oft werden in Berichten über Ayurveda als Ansprechpartner nur die „Deutsche Gesellschaft für Ayurveda“ in Berlin oder die „Ayurveda-Klinik Parkschlösschen“ in Traben-Trabach genannt. Beide Organisationen sind dem „Maharishi-Ayurveda“ zuzurechnen.