Ayurveda-Lexikon: Definitionen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Ayurveda: Lexikon
GNL5356
Ayurveda: Der Name „Ayurveda“ bedeut im indischen Sanskrit „Wissenschaft vom Leben“. Drei indische Gelehrte – Caraka, Susruta und Vagbhata – haben das traditionelle Heilwissen, wie es in Nordindien zwischen dem 1. und 7. Jahrhundert nach Christus angewandt wurde, unter diesem Namen zusammengefasst.
Doshas: Das sind die drei Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha. Jeder Mensch bekommt von Geburt an ein bestimmtes Mischungsverhältnis der Doshas mit auf den Lebensweg, das seine Wesensart und auch seine körperliche Konstitution bestimmt. Wird ein Dosha zu stark, stört das die ursprüngliche Körperharmonie, und es entstehen Krankheiten.
Ghee: Ghee ist reines Butterfett. Es wird durch langes Köcheln der Butter und anschließendes Abschöpfen von Wasser und Eiweißen befreit. Bei einer Panchakarma-Kur wird es zu fast allen Mahlzeiten gereicht; es soll die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken fördern.
Panchakarma: Das Wort bedeutet „fünffache Reinigung“. Die Behandlung ist zentrales Element einer Ayurveda-Kur. Sie umfasst zu Beginn eine 7-tägige Ölkur (bei der sehr viel Ghee oder pflanzliche Öle getrunken werden) und eine Schwitzkur mit feuchten Dampfbädern. Erst daran schließen sich die eigentlichen 5 Therapien zur inneren Reinigung an:
1. Erbrechen
2. pflanzliche Abführmittel
3. Öleinläufe
4. Nasenreinigung
5. Aderlasse
In Europa wird diese klassische (und alles andere als „sanfte“) Form des Panchakarma meist nicht angewandt. Als Panchakarma werden hier meist nur die einleitenden Öl- und Schwitzkuren angeboten.
Rasayana: Das sind Behandlungsformen zur Verjüngung von einzelnen Organen oder des gesamten Körpers. Sie dienen außerdem der Stärkung des Immunsystems. Zum Einsatz kommen vor allem spezielle Kräuter. Oft werden Rasayana-Kuren auch als „Anti-Aging“-Therapie vermarktet.