Ayurveda-Behandlung: Ölbehandlungen
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Im Ayurveda läuft ohne Fette und Öle gar nichts. Ölmassagen, Ölgüsse oder Öltrinkkuren sind Kernelemente der inneren Reinigung. Sie befreien den Körper von Stoffwechselschlacken – eine Grundvoraussetzung, um wieder gesund zu werden. Dazu benötigen Sie nicht immer gleich einen Therapeuten. Für die tägliche Anwendung zu Hause eignen sich vor allem eine sanfte Ganzkörpermassage und das „Ölziehen“. Hier lesen Sie, wie Sie dabei richtig vorgehen.
Krankheiten entstehen nach ayurvedischer Vorstellung, wenn eine der drei Lebensenergien (Doshas, also Vata, Pitta oder Kapha) zu stark wird und damit die von Geburt an gegebene Harmonie der drei Doshas gestört ist. Je nachdem, welches Dosha betroffen ist, treten dann unterschiedliche Krankheiten auf. Wenn ein ayurvedischer Arzt eine Gesundheitsstörung aufgespürt hat, dann ist es zunächst seine wichtigste Aufgabe, Giftstoffe und Stoffwechselschlacken auszuleiten, die sich im Körper angesammelt haben. Eine solche innere Reinigung wird als Panchakarma bezeichnet.
Die Therapie beginnt immer mit einer inneren Reinigung
Wenn Sie sich beispielsweise zu einer Ayurveda-Kur entschließen, werden Sie in den ersten zwei Wochen zunächst einer Panchakarma-Behandlung unterzogen. Dabei dominieren vor allem die Ölbehandlungen und Schwitzkuren. Erst danach schließt sich die eigentliche Therapie Ihrer Krankheit an.
Kopf-Ölguss:Entspannung und Reinigung zugleich
Ölbehandlungen sind im Ayurveda von großer Bedeutung. Denn damit können Giftstoffe mobilisiert und leichter aus dem Körper entfernt werden.
Der inneren Reinigung (Panchakarma) dienen:
- Ölgüsse, -spülungen und -massagen
- Schwitzkuren
- Druckmassagen (mit Händen und Füßen)
- Einläufe
- Gurgeln
- Ohrspülungen
- Wickel
- Warmwassertrinkkuren
Die meisten dieser Behandlungen können nur von einem ausgebildeten Ayurveda-Therapeuten durchgeführt werden. Sehr gut für zu Hause eignen sich jedoch Ölmassagen und das so genannte Ölziehen, bei dem Sie einen Schluck Öl für einige Minuten im Mund behalten. Dabei treten Stoffwechselrückstände („Schlacken“) aus der Mundschleimhaut in das Öl über.
Fette und Öle gehören im Ayurveda zu den wichtigsten Hilfsstoffen. Sie werden auch innerlich angewandt, beispielsweise wird geklärtes Butterfett (Ghee) bereits zum Frühstück gereicht, oder es wird Sesamöl zum Trinken gegeben. Diese Fette sollen den Körper auch von innen weich und geschmeidig machen und die Ausleitung während des Panchakarma unterstützen.