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Das wichtigste zum Thema Ayurveda: Behandlung

Ayurveda-Behandlungen

Ist von Ayurveda die Rede, denken die meisten sofort an entspannende Ölmassagen und Meditation. Dabei ist die Jahrhunderte alte indische „Lehre vom Leben“ sehr komplex und beinhaltet verschiedenste Anwendungen von Massagen über Yoga bis zur ayurvedischen Ernährung. Wir geben Ihnen hier einen kurzen Überblick über die verschiedenen Ayurveda-Behandlungen.

Sinn der meisten Ayurveda-Behandlungen und einer mehrwöchigen Ayurveda-Kur ist das Ausleiten und Entgiften. Demzufolge sind viele der originalen Ayurveda-Behandlungen in irgendeiner Form mit Reinigung verbunden. Dazu gehören zum Beispiel Anwendungen wie Einläufe und Abführmittel auf Kräuterbasis um den Darm zu reinigen, Nasenreinigungen, Ohrreinigungen und Reinigung der Haut, zum Beispiel durch Öl-Massagen und Dampfbäder.

Harmonie ist das Ziel

Grundsätzlich sind alle Ayurveda-Behandlungen dazu gedacht, Harmonie herzustellen. Harmonie zwischen den einzelnen so genannten Doshas, die die menschliche Konstitution bilden, Harmonie zwischen Geist und Körper und letztlich auch Harmonie zwischen Mensch und Natur. Die ayurvedische Lehre geht davon aus, dass jede Form von Disharmonie und Ungleichgewicht seelische Störungen und gesundheitliche Schäden hervorruft. Reinigen, entgiften und harmonisieren sind damit die obersten Ziele der Behandlungen. In den etwa 5000 Jahren, in denen Ayurveda bereits praktiziert wird, hat sich gezeigt, dass die speziell auf das jeweilige Dosha angepassten Behandlungen in der Lage sind, psychosomatische Beschwerden zu lindern und chronische oder akute Gesundheitsstörungen positiv zu beeinflussen.

Individuelle Heilbehandlungen

Jede Ayurveda-Behandlung ist an die Doshas des Patienten angepasst. In einem Vorgespräch wird das Verhältnis der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha ermittelt, um anschließend eine entsprechende Behandlung mit Massagen, Bädern und einer entsprechenden Ernährung zusammenstellen zu können.
Massagen dienen im Rahmen der Ayurveda-Behandlung dazu, bestimmte Energiepunkte des Körpers anzuregen und den Stoffwechsel zu stimulieren. So soll zum Beispiel die Kopfmassage die Hirnfunktion anregen, während die Thermomassage mit kleinen Stoffbeuteln Schlacken löst und die Regeneration des Gewebes anregt.
Die sicherlich bekannteste Ayurveda-Behandlung ist der traditionelle Stirnguss, bei dem warmes Öl in einem dünnen Strahl für etwa 20 Minuten auf die Stirn fließt. Neben einer sich unweigerlich einstellenden Entspannung sorgt das Öl auch für die Regeneration des Nervensystems und soll gegen Bluthochdruck, Kopfschmerzen und hormonelle Störungen helfen.

Panchakarma, die „fünf Handlungen“

Die Panchakarma-Kur ist eine der umfangreicheren Ayurveda-Anwendungen und beinhaltet fünf verschiedene Maßnahmen zur inneren und äußeren Reinigung des Körpers. Eine solche Kur hat wenig mit dem zu tun, was man sich in unseren Breiten unter „Wellness“ vorstellt. Natürlich dürfen auch hier Massagen mit warmem Öl und angenehme Dampfbäder nicht fehlen. Aber Abführtage, das Trinken von warmer Ghee (erwärmte, geklärte Butter mit verschiedenen Kräutern) und Nasenreinigung zum Beispiel sind sicher nicht jedermanns Sache.

 

Junge Frau bei Ayurveda-Behandlung
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